José Mourinho antwortet scharf auf die Beleidigung „Verräter“

Benfica-Trainer José Mourinho sprach offen über den Streit am Spielfeldrand mit dem Assistenten von Porto, Lucho González. Obwohl das Spiel zwischen den Mannschaften 2:2 unentschieden endete, drehte sich die Diskussion nach dem Spiel hauptsächlich um diesen Konflikt: In den letzten Minuten des Spiels wurden sowohl Mourinho als auch González mit der roten Karte vom Platz gestellt.
Laut Mourinho war das, was ihn in diesem Streit am meisten getroffen hat, der Vorwurf des „Verräters“ durch einen Vertreter des gegnerischen Stabes. Der Trainer der Lissaboner betonte, dass González ihn „50-mal Verräter“ genannt habe, und stellte zunächst die Frage: Wem und in welcher Hinsicht hat er Verrat angetan?
Mourinho begründete seine Position wie folgt: Er habe sich ganz und gar für Porto eingesetzt, bevor er aufgrund beruflicher Anforderungen bei Chelsea, Inter, Real und anderen Vereinen arbeitete. Aus seiner Sicht ist der Wechsel eines Trainers von einem Verein zum anderen kein Verrat, sondern Teil des Berufslebens. Er widmet sich in jedem Verein voll und ganz der Arbeit dort, was völlig normal sei.
An dieser Stelle testete Mourinho die gegen ihn geäußerte Beleidigung auch am Beispiel von González selbst: „Hat er, als er zu Marseille wechselte, Porto verraten?“, fragte er. Die Logik des Trainers ist einfach: Wenn ein Spieler oder Trainer zu einem anderen Verein wechselt, bedeutet dies nicht automatisch „Verräter“.
Mourinho unterschied zudem scharf zwischen Beleidigungen von Fans und solchen durch einen Kollegen. Nach seiner Aussage sind emotionale Äußerungen der Fans Teil des Fußballs: Fans geben sich ihren Gefühlen hin, das ist natürlich. Wenn jedoch ein professioneller Mensch, insbesondere ein Kollege im Fußballumfeld, so mit einem umgeht, zeige dies bereits mangelnden Respekt gegenüber dem Beruf.
Er verriet nicht, dass er solche Worte als „Angriff auf die Professionalität“ betrachte und ihm diese Situation nicht gefalle. Mourinho spitzte seine Meinung noch weiter zu: Selbst wenn er bei Benfica sei, aber morgen in einem anderen Verein wie Estrela, Moreirense oder Leiria arbeite, könne er immer noch alles geben. Es gehe also nicht darum, in welchem Verein man ist, sondern um Hingabe und Arbeit für den Beruf.
Kurz gesagt: Mourinho nahm diesen Streit nicht als einfachen Konflikt wahr, sondern als Schlag gegen seinen Ruf und seine professionelle Ehre. Nun stellt sich die große Frage: Wird dieser Vorfall in den kommenden Runden weitergehen, oder werden die Parteien abkühlen und der Fußball wieder auf das Feld zurückkehren?
Lesen Sie „Zamin“ auf Telegram!