Starke Reserve im usbekischen Boxsport: Kasachischer Trainer gibt offene Einschätzung

Tursungali Yedilov, ein verdienter Trainer der Republik Kasachstan, bewertete in einem Interview mit der Publikation „Sportarena.kz“ ausführlich die Teilnahme usbekischer Boxer an einem internationalen Turnier in Ulaanbaatar. Es ist bekannt, dass die kasachische Nationalmannschaft bei diesem Wettbewerb führend im Medaillenspiegel war und den ersten Platz belegte.
Der Experte betonte, dass das kasachische Team mit seiner stärksten Besetzung an das Turnier herangegangen sei, was sich auszahlte:
„Unser Cheftrainer Nurjan Nasanov brachte die wichtigsten Spitzenathleten zu diesem Turnier, und als Ergebnis wurden vier Goldmedaillen gewonnen. Usbekistan hingegen kam mit einer zweiten oder dritten Besetzung und gewann dennoch drei Goldmedaillen. Was bedeutet das? In Usbekistan gibt es keinerlei Probleme bei der Reserve“, sagte Tursungali Yedilov.
Gleichzeitig verbarg er nicht, dass einige kasachische Boxer nicht die erwarteten Ergebnisse erzielen konnten. Über die usbekischen Sportler äußerte er sich ebenfalls ehrlich:
„Im usbekischen Team haben auch nicht alle gleich gut abgeschnitten. Im Mittelschwergewicht war Asadullayev nicht erfolgreich. Aber der Gesamteindruck ist, dass die meisten von ihnen sehr vielversprechende junge Männer sind. Madaminov war in der Gewichtsklasse -65 kg der Beste, Erkinboyev zeigte sich im Halbschwergewicht äußerst wettbewerbsfähig, und der junge Mamasoliyev besiegte alle Gegner in der Kategorie bis -90 kg. Im Nachbarland ist der Wettbewerb in den meisten olympischen Gewichtsklassen sehr stark. Dort lassen die Jugendlichen den Spitzenathleten keine Ruhe. Und bei uns? In vielen Gewichtsklassen überlegen sich die Trainer lange, wen sie schicken sollen, oder es gibt einen Spitzenreiter und dahinter klafft eine Lücke“, so der Experte.
Der ehemalige Trainer hob zudem einen weiteren wichtigen Aspekt hervor. Seiner Meinung nach nutzten die usbekischen Trainer dieses Turnier nicht nur als Testfeld für Erfahrungen, sondern auch als Gelegenheit, ihre Gegner genau zu studieren:
„Ich habe es oft gesagt: Unser großes Problem ist, dass in Usbekistan die Boxer sehr ernsthaft auf Kämpfe gegen unsere Athleten vorbereitet werden. Bei uns scheint dieser Ansatz zu fehlen. Nehmen wir zum Beispiel den Kampf zwischen Mahmud Sabirkhon und Shahzod Muzaffarov. Zuvor trafen sie dreimal aufeinander, und jedes Mal gewann unser Boxer leicht. Diesmal musste der zweifache Weltmeister den Sieg förmlich ‚mit den Zähnen ausreißen‘. Daher glaube ich, dass unsere Boxer bei den Asienspielen sehr schwierige Kämpfe gegen usbekische Gegner bestreiten werden. Denn sie haben uns gründlich studiert, während wir ihre Spitzenathleten nicht ausreichend analysiert haben“, sagte Yedilov.
Zur Information: Die sommerlichen Asienspiele finden vom 19. September bis zum 4. Oktober in Nagoya, Japan, statt. Die kasachische Herren-Nationalmannschaft gewann diesen Wettbewerb zuletzt im Jahr 2014 und konnte bei den folgenden zwei Turnieren nicht die erwarteten Ergebnisse erzielen.
Insgesamt machen die Aussagen des Experten einen Punkt deutlich: Die Reserve im usbekischen Boxsport ist stabil, der Wettbewerb hoch, was eine ernsthafte Grundlage für weitere große Siege in der Zukunft schafft.
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