Kosmischer Ausreißer: Pulsar in Sternhaufen bewegt sich 10-mal schneller als erwartet

Wissenschaftler aus Deutschland, China, Italien und Kanada haben eine zwanzigjährige Studie zum System PSR J1905+0154A abgeschlossen. Durch die Kombination von Daten des Arecibo-Observatoriums und des FAST-Radioteleskops erstellten Experten ein Bewegungsmodell des Millisekunden-Pulsars – eines Neutronensterns, der sich alle 3,19 Millisekunden einmal um seine Achse dreht. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Ein Team unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften stellte fest, dass sich dieser Pulsar mit 123 Kilometern pro Sekunde relativ zum Sternhaufen NGC 6749 bewegt. Dieser Wert liegt 10-mal über der Fluchtgeschwindigkeit des Haufens, was darauf hindeutet, dass das Objekt herausgeschleudert wird oder ein zufälliger Besucher ist.
Ein wichtiger Meilenstein der Forschung war die Identifizierung des Begleiters des Pulsars: ein Helium-Weißer-Zwerg. Dieser mit dem Hubble-Weltraumteleskop entdeckte Stern hat eine Masse von 17–19 % der Sonnenmasse. Durch die Analyse seines Abkühlungsprozesses konnten die Wissenschaftler die aktive Phase des Systems vor 400–700 Millionen Jahren untersuchen.
Die geringe Dichte des Haufens NGC 6749 ermöglichte es Astrophysikern, das Magnetfeld und das wahre Alter des Pulsars (ca. 3 Milliarden Jahre) präzise zu messen. Diese Entdeckung bietet eine einzigartige Gelegenheit, Gesetze der Sternentwicklung zu testen und die Entstehung exotischer Doppelsterne in Umgebungen geringer Dichte zu verstehen.
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