Hormoneller Stress und Cortisol führen zu Übergewicht

Selbst die diszipliniertesten Menschen mit striktem Plan stoßen manchmal auf Schwierigkeiten beim Abnehmen. Kalorien zu zählen, Mahlzeiten bis zum Gramm zu portionieren, perfekte Übungen zu machen und sich täglich zu kontrollieren mag ausreichend erscheinen, doch das hormonelle Gleichgewicht Ihres Körpers kann unseren Bemühungen entgegenwirken.
Wann wird das Abnehmen schwierig?
Cortisol und Bauchumfang – Cortisol, bekannt als Stresshormon, wird von den Nebennieren produziert. Es mobilisiert den Körper in außergewöhnlichen Situationen und hilft, den Energiebedarf zu erhöhen, aber bei anhaltendem Stress kehrt der Spiegel nicht wieder auf ein normales Niveau zurück. In diesem Fall steigt das Hungergefühl, das Verlangen nach fetten und süßen Speisen nimmt zu, und Fett sammelt sich im Bauchbereich an.
Cortisol wirkt der Insulinwirkung entgegen, fördert die Insulinresistenz und erhöht den Blutzuckerspiegel. Unter Stress kann der Körper den Zucker nicht richtig zu den Zellen transportieren, sodass er als Bauchfett gespeichert wird. Daher wird dieses Phänomen „Cortisol-Bauch“ genannt.
Diagnosezeichen:
- Bei Frauen Taillenumfang über 80 cm, bei Männern über 94 cm;
- Erhöhte Cortisolwerte in Blut-, Speichel- und Urintests;
- Erhöhter Blutdruck, Auftreten dunkler Dehnungsstreifen, Schlafschwierigkeiten;
- Anhaltender und wiederholter Stress.
Strategien zur Bekämpfung von Cortisol
Zunächst ist es wichtig, die Stressquelle zu beseitigen. Schlaf normalisieren, Atem- und Meditationsübungen, Reduzierung der Informationslast und Anpassung stressiger Situationen sind wirksam, um den Cortisolspiegel zu senken.
Zweitens spielt Ernährung eine psychologische Rolle. Wenn unter Stress fettreiche und süße Speisen konsumiert werden, müssen andere Methoden gefunden werden, um Körper und Geist effektiv bei der Energienutzung zu unterstützen. Psychotherapie, Anti-Stress-Übungen und die Arbeit mit Gefühlen spielen in diesem Prozess eine wichtige Rolle.
Menopause und hormonelle Veränderungen
Während der Menopause sinkt der Östrogenspiegel bei Frauen, was den Stoffwechsel verlangsamt und zur Gewichtszunahme führt. Der Verlust an Muskelmasse und die Verringerung des Energiebedarfs erschweren ebenfalls die Gewichtskontrolle.
Lösungen:
- Hormontherapie und Laborüberwachung mit Gynäkologe und Endokrinologe;
- Körperliche Aktivität täglich in den Ablauf integrieren;
- Ernährung überdenken: gesunde Fette, Obst und Gemüse priorisieren, verarbeitete Kohlenhydrate reduzieren;
- Bei Bedarf Verwendung von Medikamenten zur Gewichtsabnahme.
Fazit
Wenn Sie trotz aller Bemühungen nicht abnehmen, liegt das Problem nicht bei Ihnen, sondern im hormonellen Gleichgewicht und Stoffwechsel. Stressmanagement, Zusammenarbeit mit einem Psychologen, Kontrolle der Hormonwerte und Methoden zur Appetitregulierung können den Erfolg ermöglichen. Abnehmen ist nicht nur Kalorienzählen, sondern erfordert einen komplexen und individuellen Ansatz.
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