Usbekistan kann die Versöhnungsfrist verlängern

Usbekistan prüft Änderungen am Familiengesetzbuch, die Ehepaaren vor dem endgültigen Vollzug einer Scheidung mehr Zeit zur Versöhnung geben würden. Der zur öffentlichen Diskussion veröffentlichte Gesetzentwurf wurde vom Ausschuss für Familien- und Frauenangelegenheiten eingebracht. Darüber berichtet Uzdaily.uz.
Nach den derzeitigen Regeln kann ein Gericht Ehepartnern bis zu sechs Monate Zeit geben, um ihre Differenzen beizulegen. Der neue Vorschlag würde diese Höchstdauer auf ein Jahr anheben. Die Verfasser sagen, dass das bestehende System Scheidungsverfahren oft als Formalität behandle, besonders wenn Ehen über Standesämter aufgelöst werden, ohne die Ursachen des Konflikts oder die Chancen auf den Erhalt der Familie umfassend zu prüfen.
Der Entwurf enthält außerdem Änderungen, die dem Schutz von Kindern während des Scheidungsverfahrens dienen sollen. Gerichte müssten festlegen, bei welchem Elternteil minderjährige Kinder leben werden, und ihren Wohnort in der endgültigen Entscheidung verbindlich bestimmen. Der Vorschlag würde zudem den Kontakt zwischen einem Kind und dem getrennt lebenden Elternteil formell regeln.
Darüber hinaus würde der Gesetzentwurf die Unterhaltsregeln überarbeiten. Für Kinder, die in Betreuungseinrichtungen leben, eingezogener Unterhalt würde auf Bankkonten überwiesen, die im Namen des Kindes unter Aufsicht der Vormundschaftsbehörden eröffnet wurden. Eine weitere Bestimmung würde Scheidungsanträge von Paaren regeln, die weniger als ein Jahr verheiratet sind, mit Ausnahme von Fällen häuslicher Gewalt.
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