Globales Forum gegen Narkodrohungen in Samarkand gestartet

Heute nimmt das Problem der Drogensucht weltweit immer ernstere Ausmaße an. Laut den Vereinten Nationen haben bisher fast 300 Millionen Menschen auf unserem Planeten mindestens einmal illegale Substanzen ausprobiert. Das Besorgniserregendste ist, dass jedes Jahr mehr als 600.000 Menschen genau aus diesem Laster sterben. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass das Drogenproblem bereits die Grenzen einzelner Staaten überschritten hat und zu einer großen Bedrohung für die globale Sicherheit und die öffentliche Gesundheit geworden ist.
Vor diesem besorgniserregenden Hintergrund hat in der Stadt Samarkand ein internationales Forum zum Thema „Bekämpfung grenzüberschreitender Narkodrohungen zur Gewährleistung der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit“ seine Arbeit aufgenommen. Diese prestigeträchtige Konferenz wird in Zusammenarbeit mit der Agentur zur Kontrolle von Betäubungsmitteln und Schusswaffen beim Präsidialamt der Republik Usbekistan und dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen und Kriminalität organisiert.

Vertreter aus fast 50 Ländern aus verschiedenen Teilen der Welt sowie mehr als 20 große internationale Organisationen – darunter die Europäische Union, die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, die Weltgesundheitsorganisation und die Weltzollorganisation – nehmen an dem Forum teil. Die Teilnahme von rund 500 internationalen Experten macht die Konferenz in Samarkand zu einer Plattform für den Dialog, nicht nur auf regionaler, sondern auch auf globaler Ebene.
Das Forum wurde von Saida Mirsijojewa und dem UN-Vertreter Bo Mathiesen eröffnet. In seiner an die Teilnehmer gerichteten Botschaft betonte Schawkat Mirsijojew, dass der Drogenhandel eine neue Phase erreicht habe. Ihm zufolge agieren kriminelle Netzwerke heute neben traditionellen Methoden auch über verschlüsselte Kommunikationsmittel, Krypto-Assets und Offshore-Finanzschemata.

Der Staatschef hob die Notwendigkeit hervor, die finanziellen Quellen des Drogenhandels zu unterbinden, als den wirksamsten Weg im Kampf dagegen. Denn ohne die Unterbrechung der Geldströme ist es schwierig, dieses Laster vollständig zu bekämpfen.
Usbekistan ergreift in dieser Hinsicht ebenfalls konkrete und systematische Maßnahmen. Insbesondere stiegen die Aufdeckungsraten von illegalen Narkolaboren und organisierten Drogenkriminalitätsgruppen im ersten Quartal 2026 um das Dreifache. Innerhalb kurzer Zeit wurden die Aktivitäten von 35 kriminellen Gruppen beendet, 8 Anführer und 130 Mitglieder festgenommen. Während 2025 14 illegale Laboratorien identifiziert wurden, erreichte diese Zahl bereits in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 zehn.

Im Rahmen des Forums wird erstmals auch ein internationales Jugendgipfel organisiert. Dies wird als wichtiger Schritt zur Einbeziehung zukünftiger Generationen in den Kampf gegen dieses Problem gewertet.
Gleichzeitig wurde im Rahmen der Veranstaltung eine Ausstellung mit modernen Technologien und Spezialausrüstungen organisiert. Hier werden innovative Lösungen zur Bekämpfung des Drogenhandels der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Zum Abschluss des Forums wird erwartet, die „Samarkand-Erklärung zur Bekämpfung grenzüberschreitender Narkodrohungen: Öffentliche Gesundheit und Sicherheit“ anzunehmen. Dieses Dokument kann dazu beitragen, die internationale Zusammenarbeit zu stärken, einheitliche Ansätze zu entwickeln und den Kampf gegen Narkodrohungen auf eine neue Ebene zu heben.
Kurz gesagt, diese Konferenz in Samarkand ist nicht nur ein Treffen, sondern ein Aufruf zum gemeinsamen Handeln gegen ein globales Problem. Die Hauptfrage ist nun: Welche Ergebnisse werden die getroffenen Entscheidungen in der Praxis bringen? Die Zeit wird es zeigen.
Lesen Sie „Zamin“ auf Telegram!