Alte Obstgärten in Usbekistan werden durch moderne Plantagen ersetzt

Am 14. Mai hielt Präsident Shavkat Mirziyoyev eine wichtige Sitzung ab, um einen grundlegenden Wandel in der Landwirtschaft einzuleiten. Im Mittelpunkt standen die Ausweitung intensiver und industrieller Obstgärten sowie die Steigerung der Flächeneffizienz. Usbekistan hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensmittelexporte bis 2030 auf 10 Milliarden Dollar zu steigern.
Von alten Obstgärten zu profitablen Intensivplantagen
Derzeit erwirtschaften 572.600 Hektar Obst- und Weingärten in unserem Land jährlich 1 Milliarde Dollar an Exporten und dienen fast 900.000 Menschen als Lebensgrundlage. Es gibt jedoch noch viel ungenutztes Potenzial. Analysen zeigen, dass 61.000 Hektar veraltete und 18.000 Hektar unproduktive Flächen dringend erneuert werden müssen.
In einigen Regionen liegen die Erträge alter Obstgärten bei nur 5 Tonnen pro Hektar, mit einem Jahreseinkommen von unter 10 Millionen Sum. Zum Vergleich: In neuen intensiven Kirschplantagen im Bezirk Pop werden selbst von jungen Setzlingen 7 Tonnen geerntet, wobei das Produkt für 8 Dollar pro Kilo exportiert wird.

Neue Vorschriften und die 'Agrostar'-Partnerschaft
Ein völlig neues System für den Umgang mit unproduktiven Obstgärten wird eingeführt:
Strenge Kontrolle: Für Flächen, auf denen innerhalb von 12 Monaten keine industriellen Obstgärten angelegt werden, werden die Steuersätze erhöht und bei Bedarf die Wassernutzung eingeschränkt.
'Agrostar'-Modell: Unternehmer arbeiten auf Basis einer Kapitalbeteiligung mit 'Agrostar'-Unternehmen zusammen. Das staatliche Unternehmen investiert bis zu 50 Prozent, während der Unternehmer mit Landpachtrechten beteiligt ist.
Bevorzugter Erwerb: Unternehmer erhalten die Möglichkeit, den 'Agrostar'-Anteil über 7 Jahre in Raten ohne Neubewertung zu erwerben.
Finanzielle Unterstützung und Steuervergünstigungen
Der Staat unterstützt Unternehmer im Gartenbau umfassend:
Kredite: Pro Hektar bis zu 120 Millionen Sum werden bereitgestellt.
Subventionen: Für die Pflege industrieller Obstgärten werden 3 Jahre lang nicht rückzahlbare Mittel in Höhe von 5 Millionen Sum pro Hektar gewährt.
Steuerpause: Für Obstgärten, die wassersparende Technologien einsetzen, wurde die Wassersteuer für 5 Jahre auf nur 1 Sum festgelegt. Zudem gilt ein Nullsteuersatz für die Mehrwertsteuer auf Obstsetzlinge und Unterlagen.

Digitalisierung und Zukunftspläne
Die Landnutzung wird nun aus dem Weltraum überwacht. Der Zustand der Obstgärten wird mittels Satellitenbildern über ein neues Informationssystem verfolgt.
Zwischen 2026 und 2028 sollen insgesamt 168.000 Hektar industrielle Obst- und Weingärten angelegt werden. 2 Milliarden Dollar werden in diese Projekte investiert, wodurch 258.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Zur Erneuerung alter Obstgärten auf Privatgrundstücken werden subventionierte Setzlinge und Kleinkredite über ein lokales Nachbarschaftssystem vergeben.
Glauben Sie, dass das in unseren lokalen Gärten angebaute Obst seine Position auf dem Weltmarkt festigen kann?
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