Weltweiter Tourismusumsatz erreicht Rekordwert, Usbekistan verzeichnet rasantes Wachstum

Der Welttourismus ist zurück auf der großen Bühne – und zwar mit einem Paukenschlag. Laut UN Tourism erreichten die Gesamteinnahmen aus dem internationalen Tourismus im Jahr 2024 1,74 Billionen US-Dollar. Das sind 14 % mehr als vor der Pandemie im Jahr 2019.
Die USA führen die Rangliste unbestritten an: Mit 215 Milliarden US-Dollar an Einnahmen aus dem internationalen Tourismus belegen sie souverän den ersten Platz. Interessanterweise sind die europäischen Länder, die als Hauptreiseziele gelten, ebenfalls unter den Spitzenreitern vertreten: Spanien (106,5 Milliarden US-Dollar), Großbritannien (82,5 Milliarden US-Dollar), Frankreich (77 Milliarden US-Dollar) und Italien (58,7 Milliarden US-Dollar). Diese Länder verzeichnen Jahr für Jahr einen stetigen Anstieg der Touristenzahlen.
Auch in Asien ist der Wettbewerb groß. Japan (54,7 Milliarden US-Dollar), Thailand (42,7 Milliarden US-Dollar) und China (39,7 Milliarden US-Dollar) zählen zu den Ländern mit den höchsten Tourismuseinnahmen. Das heißt, es ist keine Formel, die besagt: „Viele Touristen reichen aus“ – die Frage „Wie viel gibt ein Tourist aus?“ ist ebenfalls entscheidend.

Das Beispiel der Vereinigten Staaten verdeutlicht dies sehr gut: Der Besucherstrom ist groß, aber gleichzeitig sind die durchschnittlichen Kosten pro Gast hoch. In manchen Ländern sieht es anders aus: In Regionen wie den Malediven oder Jamaika mögen die Gesamteinnahmen (absolut gesehen) relativ gering sein, aber der Tourismus trägt einen sehr großen Anteil zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Die Wirtschaft funktioniert also nach dem Prinzip: „Was ein Tourist spürt, spürt er sofort.“
Europas anhaltende Dominanz ist kein Zufall. Faktoren wie ein reiches historisches und kulturelles Erbe, schnelle Verkehrsnetze und die Nähe zu wichtigen Märkten spielen hier eine Rolle. Dass Spanien Frankreich in einigen Bereichen sogar übertrifft, zeigt die Vielfalt seines Angebots: von Weltklasse-Stränden und Inseln über antike Städte, Gastronomie, Museen und Denkmäler bis hin zu seiner reichen Geschichte. Vor allem diese Vielfalt ermöglicht es Spanien, ganzjährig Touristen aus aller Welt anzuziehen. So wurde Spanien 2024 zum meistbesuchten Land der Europäischen Union.
Auch der Tourismus in Usbekistan boomt. Über 11,7 Millionen ausländische Touristen besuchten das Land 2025 – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Allein von Januar bis November wurden 10,7 Millionen Touristen gezählt, was zu den höchsten Besucherzahlen in der Geschichte des Landes zählt.
Mehr als die Hälfte der Besucher kam hauptsächlich aus Kirgisistan, Kasachstan und Tadschikistan sowie aus Russland. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 stieg die Zahl der Touristen im Vergleich zu 2024 rasant an und zählt damit zu den Ländern mit dem höchsten Wachstum in der Region. Auch in den Daten des UN-Tourismusportals wurde Usbekistan 2025 als eines der weltweit am schnellsten wachsenden Reiseziele hinsichtlich der Touristenströme genannt.
Die Gründe für dieses Wachstum liegen auf der Hand: die Ausweitung der Visafreiheit und der elektronischen Visabestimmungen, der Ausbau des internationalen Flugverkehrs und der Verkehrsinfrastruktur, neue Flugrouten und die Verbesserung der Servicequalität – all dies dient einem Ziel: Usbekistan für Touristen noch attraktiver und verständlicher zu machen.
Das deutlichste Signal sind die Zukunftspläne: Im Rahmen der Strategie „Usbekistan 2030“ sollen 15 Millionen Touristen angezogen und Tourismusdienstleistungen im Wert von 5 Milliarden US-Dollar exportiert werden. Die aktuellen Zahlen stellen also nicht das Endergebnis, sondern den Anfang dar. Im Tourismus herrscht ein großer Wettbewerb, aber Usbekistans rasantes Wachstum zeigt, dass der richtige Weg eingeschlagen wurde, und dieser muss nun ohne Unterbrechung fortgesetzt werden.
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