Rückkehr aus Australien: Die Begeisterung um die iranische Frauen-Nationalmannschaft …

Am Dienstagabend verließen Mitglieder der iranischen Frauen-Nationalmannschaft, die keinen Antrag auf politisches Asyl gestellt hatten, Australien und reisten in ihre Heimat zurück. Doch die Rückkehr der Delegation ist keine einfache Nachricht – die Ereignisse um das Team haben sich in den letzten Tagen zu einem wahren Drama entwickelt.
Zunächst hieß es, fünf Spielerinnen hätten das Hotel mit Hilfe der örtlichen Polizei verlassen und von Australien humanitäre Visa erhalten. Später wurde bekannt, dass zwei weitere Athletinnen ebenfalls Asyl beantragt hatten. Gleichzeitig wird berichtet, dass einer der Asylbewerber seine Meinung schließlich geändert und sich doch für die Rückkehr in den Iran entschieden hat.
Drohungen und eine Protestwelle
Die Situation wurde durch scharfe Äußerungen im iranischen Staatsfernsehen weiter verschärft. Insbesondere soll Moderator Mohammad Reza Shahbazi die Mädchen, die die Nationalhymne nicht sangen, scharf kritisiert und gesagt haben, dass „Verräter in Kriegszeiten härter bestraft werden müssen“. Vor diesem Hintergrund ist die Frage der Sicherheit der Athletinnen noch brisanter geworden.
Laut ESPN und anderen Quellen wurde die Abreise des Teams von Protesten sowohl vor dem Hotel als auch am Flughafen begleitet. In Australien lebende Iraner sollen Bedenken geäußert haben, dass die Athletinnen nach ihrer Rückkehr in die Heimat unter Druck gesetzt werden könnten, und versucht haben, sie am Fliegen zu hindern.
„Letztes Angebot“ am Flughafen
Den Quellen zufolge riefen lokale Beamte und Dolmetscher die Spielerinnen bei der australischen Grenzkontrolle einzeln, ohne weitere Beobachter, auf und boten ihnen politisches Asyl an. Einige der Mädchen sollen daraufhin ihre Verwandten im Iran angerufen haben, um die Angelegenheit zu besprechen. Letztendlich wollte der Rest der Delegation jedoch nicht in Australien bleiben und reiste ab.
Kurz gesagt, hat dieser Vorfall weitreichendere Fragen aufgeworfen als den Sport: Sicherheit, Druck, Entscheidungsfreiheit und familiäre Belange. Die Hauptfrage ist nun, was mit den Spielerinnen geschieht, die in ihre Heimat zurückgekehrt sind. Diese Frage bereitet vielen weiterhin Sorgen.
Lesen Sie „Zamin“ auf Telegram!