Epsteins geheime Londoner Häuser: Spuren der Opfer werden aufgedeckt

Neue Details über die Aktivitäten des Finanzierers Jeffrey Epstein, der in den USA wegen Sexualverbrechen angeklagt ist, werden bekannt. Laut einer Untersuchung der BBC mietete er mehrere Wohnungen im Zentrum Londons und nutzte diese für seine illegalen Aktivitäten, bevor die britische Polizei Ermittlungen aufnahm.
Journalisten identifizierten Beweise für mindestens vier Wohnungen in angesehenen Vierteln wie Kensington und Chelsea. Dort lebten hauptsächlich Frauen aus Russland und Osteuropa, von denen einige später angaben, Opfer von Epsteins sexuellem Missbrauch geworden zu sein. In einigen Fällen sollen die Frauen gezwungen worden sein, andere Opfer anzuwerben.
Den Informationen zufolge setzten sich die Nutzung dieser Wohnungen und die Fahrten der Frauen nach Paris mit dem „Eurostar“ fort, bis Epstein 2019 in den USA verhaftet wurde. Dokumenten zufolge kaufte er zwischen 2011 und 2019 mindestens 50 Bahntickets.
Die Untersuchung beleuchtet einen weiteren wichtigen Aspekt: Scotland Yard hatte bereits 2015 die Möglichkeit, Ermittlungen gegen Epstein einzuleiten, was jedoch nicht geschah. Es wird betont, dass die Anträge von Frauen, die sich später meldeten, ebenfalls nicht ernsthaft geprüft wurden.
Menschenrechtsaktivisten kritisieren diesen Fall scharf. Ihrer Meinung nach haben die Strafverfolgungsbehörden bei Fällen von Menschenhandel und Missbrauch nicht rechtzeitig Maßnahmen ergriffen.
Gleichzeitig berichtete „The Telegraph“, dass das US-Justizministerium bestimmte Ermittlungen in Großbritannien behindere. Insbesondere verzögere sich die Vorlage von Beweisen bezüglich möglicher Verbindungen einiger politischer Persönlichkeiten zu Epstein.
Derzeit laufen auch in Frankreich neue Ermittlungen zu Epsteins Aktivitäten. Experten betonen, dass dieser Fall weitreichendere internationale Untersuchungen erfordere.
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