Behauptungen über eine Verletzung von Mostafa Chamenei lösen in Iran Kontroversen aus

Die neuesten Nachrichten über den neuen iranischen Religionsführer Mostafa Chamenei haben das Informationsfeld im Nahen Osten weiter aufgeheizt. Die New York Times berichtete unter Berufung auf drei Quellen im Iran, dass Chamenei bereits am ersten Tag des Krieges an seinem Bein verletzt wurde und seit seiner Wahl nicht mehr öffentlich aufgetreten ist sowie keine Aussagen oder Erklärungen abgegeben hat, schrieb.
Laut den Gesprächspartnern der NYT wurde ihnen die Verletzung von einer „hochrangigen Regierungsfigur“ mitgeteilt. Gleichzeitig wird betont, dass der neue Führer bei vollem Bewusstsein ist und sich in einem besonders geschützten Ort ohne Kommunikationsgeräte versteckt hält. Diese „Unsichtbarkeit“ wird vor dem Hintergrund der aktuellen militärischen Gefahren auch mit dem Wunsch nach maximaler Sicherheit erklärt.
Interessanterweise kommt die israelische Seite zu einem ähnlichen Schluss: Laut Reuters ist der israelische Geheimdienst zu der Einschätzung gelangt, dass Mostafa Chamenei infolge der am 28. Februar begonnenen Angriffe leicht verletzt wurde.
Die Zeitung wies zudem auf eine weitere „indirekte Andeutung“ hin: In den staatlichen iranischen Medien und einigen offiziellen Glückwunschnachrichten wurde im Bezug auf Chamenei der Begriff „verletzter Kriegsheld“ verwendet, was verschiedene Spekulationen befeuert hat. Beobachter sind der Ansicht, dass solche Bezeichnungen nicht zufällig gewählt werden.
Auf iranischer Seite gibt es jedoch auch Widerworte gegen diese Gerüchte. Insbesondere der Sohn des Präsidenten Pezeshkian (der in einigen Quellen als Staatsberater erwähnt wird) gab am 10. März über seinen Telegram-Kanal bekannt, dass er von den Gerüchten über eine Verletzung Chameneis gehört habe, bei Kontaktpersonen nachgefragt und die Antwort erhalten habe: „Er ist gesund, es gibt kein Problem.“
Ein weiterer Aspekt: Die Diskussionen zu diesem Thema sind nicht neu. Bereits am 7. März waren in israelischen Medien ähnliche Berichte erschienen, wonach Mostafa Chamenei möglicherweise infolge der Angriffe vom 28. Februar verletzt worden sein könnte. Anschließend kündigten am 8. März offizielle iranische Publikationen die Wahl des neuen Religionsführers an, der erwartungsgemäß der 56-jährige zweite Sohn des verstorbenen Führers, Mostafa Chamenei, wurde.
Zusammenfassend sieht die aktuelle Situation so aus: Auf der einen Seite vertreten internationale Medien und einige Geheimdienstbewertungen die Version, er könnte verletzt sein; auf der anderen Seite bestreiten offizielle Kreise dies und betonen: „Er ist gesund“. In dieser Situation stellt sich die wichtigste Frage nur eine: Wann wird der neue Führer erstmals öffentlich auftreten und persönlich Klarheit schaffen? Denn die derzeitige Stille nährt jedes Gerücht mit neuem Treibstoff.
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