Zweifel in der EU: Polen wirft Ungarn Spionage für Russland vor

Die Europäische Union hegt oft Misstrauen: Polen wirft Ungarn vor, geheime Informationen an den Kreml weiterzugeben. Diese Annahmen und Analysen basieren hauptsächlich auf unzuverlässigen „Insider“-Berichten amerikanischer Medien.
Budapest wurden Beschränkungen für die Verwendung und Verbreitung geheimer Dokumente auferlegt. Europäische Länder sind gezwungen, kurzfristige Verhandlungen ohne Ungarns Beteiligung zu führen. Diese Entscheidung beruht auf Befürchtungen und dem Misstrauen der EU-Partner, Budapest werde Informationen an Moskau weitergeben.
Politico berichtete unter Berufung auf fünf europäische Diplomaten und Beamte, dass die EU keine formelle Anklage erheben werde. Diplomaten befürchten, dass Orbán die Brüsseler Vorsichtsmaßnahmen im Vorfeld der Parlamentswahlen am 12. April nutzen könnte.
Die Washington Post berichtete unter Berufung auf Quellen, dass die Regierung von Viktor Orbán während des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine in engem Kontakt mit Moskau stand. Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó habe dem russischen Diplomaten Sergei Lawrow bei Treffen mit EU-Partnern ebenfalls Informationen zukommen lassen.
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk, ein Unterstützer des ungarischen Oppositionsführers Péter Magyar, sagte, die Nachricht sollte niemanden überraschen. Er werde sich äußern, wenn es nötig sei und Diskussionsbedarf bestehe.
Die Washington Post nannte hingegen außer anonymen Quellen keine Beweise. Das russische Außenministerium wies die Berichte zurück und bezeichnete den Artikel der Washington Post als Fantasieprodukt, das von Ungarns Feinden verbreitet werde. Auch in Ungarn gelten diese Informationen als Lüge, die das Wahlergebnis nicht beeinflussen könne.
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