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Ölpreissorgen stellen den US-Plan auf die Probe

Ölpreissorgen stellen den US-Plan auf die Probe

Beamte in Donald Trumps Regierung prüfen, wie die US-Wirtschaft reagieren könnte, falls die Ölpreise auf bis zu 200 Dollar pro Barrel steigen sollten, berichtete Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Den Quellen zufolge ist die Übung Teil einer routinemäßigen Szenarioplanung, die die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft in Phasen schweren Marktstresses testen soll, und keine formelle Prognose, dass ein solcher Sprung tatsächlich eintreten wird.

Mit den Gesprächen vertraute Personen sagten, die Regierung wolle sicherstellen, dass sie auf ein breites Spektrum möglicher Entwicklungen vorbereitet sei, während die Spannungen im Nahen Osten das Risiko von Störungen auf den Energiemärkten erhöhen. Sie betonten, dass eine solche Modellierung in Washington gängige Praxis ist, wenn geopolitische Instabilität globale Lieferketten bedroht, und dass der Zweck darin besteht, mögliche Folgen für Inflation, Wachstum und Konsumausgaben zu erfassen, falls die Ölpreise stark anziehen sollten.

Bloombergs Quellen zufolge hatte Finanzminister Scott Bessent bereits vor dem jüngsten Ausbruch des Krieges im Nahen Osten die Sorge geäußert, dass ein breiterer Konflikt die Ölpreise deutlich in die Höhe treiben könnte. Beamte des Finanzministeriums hätten diese Bedenken seit mehreren Wochen an das Weiße Haus herangetragen, hieß es. Ein starker Anstieg der Rohölpreise würde sich wahrscheinlich in höheren Transport- und Produktionskosten in der gesamten Wirtschaft niederschlagen und den Druck auf Haushalte wie Unternehmen gleichermaßen erhöhen.

Gleichzeitig wies das Weiße Haus die Vermutung zurück, es erwarte aktiv einen Anstieg auf 200 Dollar pro Barrel. Der stellvertretende Pressesprecher Kush Desai sagte, die Regierung prüfe stets verschiedene Wirtschaftsszenarien und deren Folgen, behandle einen Sprung auf dieses Niveau jedoch nicht ausdrücklich als wahrscheinliches Ergebnis. Er sagte zudem, Bessent sei durch die kurzfristige Marktvolatilität im Zusammenhang mit Operation Midnight Hammer nicht beunruhigt gewesen.

Bloomberg merkte an, dass selbst ein Anstieg auf rund 170 Dollar pro Barrel über mehrere Monate hinweg die Inflation sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa beschleunigen und zugleich das Wirtschaftswachstum bremsen könnte. Ein Sprung auf 200 Dollar würde dem Bericht zufolge einen schweren Schlag für die Weltwirtschaft bedeuten. In den USA sind die Auswirkungen der Energiekosten bereits zu spüren: Die Benzinpreise sind um etwa 30 % gestiegen, was den Druck auf die Verbraucher erhöht und den allgemeinen Inflationsausblick zusätzlich erschwert.

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