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Chinas riesiges Ökologieprojekt führt zu unerwarteten Wasserproblemen

Foto: Earth.org

China hat eine der umfangreichsten ökologischen Initiativen der Menschheitsgeschichte erfolgreich umgesetzt und riesige Gebiete begrünt. Doch aktuelle wissenschaftliche Studien zeigen, dass diese „grüne Revolution“ schwerwiegende Nebenwirkungen hat. Zamin.uz stellt die unerwarteten Folgen dieses Großprojekts und die besorgniserregenden Schlussfolgerungen der Wissenschaftler vor.

Ein Wald so groß wie Algerien: 78 Milliarden Bäume

Wirtualna Polska berichtet, dass China seit den 1980er Jahren fast 78 Milliarden neue Bäume gepflanzt hat. Die Gesamtfläche dieser Aufforstung entspricht dem Gebiet Algeriens, einem großen afrikanischen Staat. Analysen von Wissenschaftlern der Universitäten Tianjin, Utrecht und der China Agricultural University zeigen jedoch, dass die berühmte „Große Grüne Mauer“ das natürliche Wassergleichgewicht negativ beeinflusst.

Wohin verschwindet das Wasser? Die Gefahr der Evapotranspiration

Wissenschaftliche Erklärung

Forscher glauben, dass die Wasserressourcen in den nordwestlichen und östlichen Regionen, die 74 Prozent des Landes ausmachen, drastisch zurückgegangen sind. Als Hauptursache wird die Intensivierung des Evapotranspirationsprozesses in den neu angelegten Wäldern genannt.

Zur Information: Evapotranspiration ist die Summe aus der Verdunstung von Wasser von der Bodenoberfläche und der Feuchtigkeitsabgabe durch Pflanzen.

Infolge dieses Prozesses wandert die angesammelte Feuchtigkeit aus dem dicht besiedelten Ostchina in Richtung des tibetischen Plateaus. Obwohl die Umwandlung ehemaliger Graslandschaften in Wälder die Niederschläge erhöht hat, hat sie die allgemeine Wasserbilanz verschlechtert und zu Trinkwasserknappheit geführt.

Die Situation in Nordchina: Viele Menschen, wenig Wasser

Heute leben 46 Prozent der chinesischen Bevölkerung im Norden des Landes, doch auf diese Region entfallen nur 20 Prozent der gesamten Wasserreserven. Neue Wälder verschärfen das bestehende Problem der Wasserknappheit weiter.

In ihren Schlussfolgerungen fordern die Wissenschaftler die Regierung auf, bei der Entwicklung künftiger Aufforstungsprogramme den hydrologischen Kreislauf sorgfältig zu berücksichtigen. Andernfalls könnten ganze Regionen von der Landwirtschaft und dem Trinkwasser abgeschnitten werden.

Liebe Leser, glauben Sie, dass das Pflanzen von Bäumen die einzige Lösung für Umweltprobleme ist, oder müssen auch andere Naturgesetze berücksichtigt werden? Hinterlassen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren!

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