Kontroverse um Marienstatue im Libanon verschärft sich

Ein Foto, das einen israelischen Soldaten bei der Schändung einer Marienstatue im Libanon zeigt, verbreitete sich in den sozialen Medien. Nach dem Vorfall kündigte die israelische Armee eine offizielle Untersuchung an, wie Al Jazeera berichtete.
Es heißt, die Armee nehme den Vorfall „sehr ernst“ und habe versprochen, entsprechende Maßnahmen gegen den Soldaten zu ergreifen. Das Foto wurde vor einigen Wochen im christlichen Dorf Debel im Libanon aufgenommen und verbreitete sich am 6. Mai im Internet. Auf dem Bild ist zu sehen, wie ein israelischer Soldat der Statue eine Zigarette in den Mund steckt und selbst raucht.
Bereits im April gab es Berichte, dass ein israelischer Soldat im selben Dorf mit einem Hammer auf eine Jesus-Statue eingeschlagen hatte. Der Soldat, der die Statue beschädigte, sowie sein Kollege, der den Vorfall filmte, wurden vom Dienst suspendiert und zu 30 Tagen Haft verurteilt.
Zudem wird berichtet, dass israelische Truppen Solarpaneele in Debel mit Bulldozern zerstörten und Häuser, Straßen sowie Olivenbäume beschädigten.
Diese Ereignisse finden statt, während Israel seine Angriffe auf Beirut und andere Teile des Libanon verstärkt und diese als Operationen gegen Hisbollah-Kämpfer und deren Infrastruktur rechtfertigt. Gleichzeitig wird berichtet, dass israelische Truppen weiterhin Gebiete im Südlibanon unter ihre Kontrolle bringen und Dörfer zerstören.
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