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Todesstrafe für 14-jährigen Mörder in China gefordert

Todesstrafe für 14-jährigen Mörder in China gefordert

Ein Aufsehen erregender Prozess in der chinesischen Provinz Yunnan ist zu Ende gegangen. Ein lokales Gericht verurteilte einen 14-jährigen Jugendlichen wegen vorsätzlichen Mordes und Vergewaltigung zu lebenslanger Haft. Nun fordert die Seite des Opfers die Todesstrafe für den Täter, wie die Deutsche Welle berichtete.

Gerichtsunterlagen zufolge wurde das Verbrechen im Sommer 2025 begangen. Der Angeklagte verging sich an einer 15-jährigen Klassenkameradin, die von einer Feier nach Hause zurückkehrte. Aus Angst, dass die Tat entdeckt werden könnte, erdrosselte er sie. Das Gericht stufte den Vorfall als besonders grausames Verbrechen ein. Es heißt, der Jugendliche habe die Tat vollumfänglich gestanden.

Die Familie des Opfers hält das Urteil für nicht streng genug. In einem Interview mit lokalen Medien forderte der Vater des Mädchens die Todesstrafe für den Mörder.

Rechtsexperten halten diese Forderung jedoch für kaum umsetzbar, da das chinesische Gesetz die Anwendung der Todesstrafe bei Minderjährigen verbietet. 

Berichten zufolge wurde das chinesische Strafgesetzbuch 2021 geändert, um das Alter der strafrechtlichen Verantwortlichkeit für schwere Verbrechen zu senken. Nach geltendem Recht können Personen im Alter von 14 bis 16 Jahren für Mord, Vergewaltigung und andere schwere Straftaten strafrechtlich belangt werden.

Dieser Vorfall in Yunnan zeigt erneut, dass die Einstellung „Auge um Auge“ in der chinesischen Gesellschaft weiterhin stark verbreitet ist. Menschenrechtsorganisationen fordern das Land derweil auf, die Todesstrafe abzuschaffen.

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