WHO gab wichtige Informationen zum Hantavirus bekannt

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat neue Informationen zum Hantavirus veröffentlicht. Experten gaben an, dass genetische Analysen und Vergleiche mit früheren Proben bisher keine Anzeichen dafür ergeben haben, dass sich das Virus leichter ausbreitet oder schwerere Krankheitsverläufe verursacht.
Die WHO-Expertin Maria Van Kerkhove betonte, dass der für Südamerika typische „Andes“-Stamm des Hantavirus auf das Kreuzfahrtschiff „Hondius MV“ gelangt ist. Dieses Virus wird normalerweise von Nagetieren auf den Menschen übertragen, insbesondere durch deren Ausscheidungen oder Partikel im Staub.
Berichten zufolge war der erste Patient ein niederländischer Staatsbürger, der sich möglicherweise vor dem Einschiffen in Argentinien infiziert hatte. Es wird vermutet, dass er vor der Kreuzfahrt bei der Vogelbeobachtung mit Nagetieren in Kontakt kam.
Genetische Untersuchungen haben gezeigt, dass in anderen Fällen auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich ist. Es wurde gemeldet, dass der niederländische Staatsbürger und seine Frau verstorben sind und auch ein weiterer Passagier sein Leben verloren hat.
Insgesamt wurde das Virus bei 10 Passagieren auf dem Schiff festgestellt, von denen 8 durch Labortests bestätigt wurden. Etwa 150 Personen wurden unter Quarantäne gestellt; die Inkubationszeit des Virus kann bis zu 40 Tage dauern.
Experten sind der Meinung, dass aufgrund der ergriffenen Maßnahmen eine hohe Chance besteht, die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen. Derzeit werden alle Kontakte ermittelt und notwendige Quarantänemaßnahmen umgesetzt.
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