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Urheberrechtsentschädigung für den amerikanischen Übersetzer Mark Reese zugesprochen

Ein bedeutender Urheberrechtsfall in Usbekistan ist abgeschlossen. Laut dem Justizministerium reichte der Wissenschaftler und Übersetzer Mark Reese im April dieses Jahres beim interdistrikten Zivilgericht Uchtepa in Taschkent Klage ein, um Schadensersatz für Urheberrechtsverletzungen zu fordern.

Der Zivilprozess wurde vom Gericht verhandelt. Gemäß dem Gerichtsbeschluss wurde der Beklagte, M. Chutpulatov, ein verantwortlicher Mitarbeiter der Staatlichen Universität für Weltsprachen Usbekistan, dazu verurteilt, dem Kläger Mark Reese eine Entschädigung in Höhe des 50-fachen des Basisberechnungsbetrags, also 20 Millionen 600 Tausend Sum, zu zahlen.

Der Fall drehte sich um die englische Übersetzung von Abdulla Qodiriys berühmtem Roman „O‘tkan kunlar“ (Bygone Days). Zuvor hatte sich Mark Reese an das Justizministerium gewandt und erklärt, dass er 15 Jahre lang an der Übersetzung des Werks ins Englische gearbeitet habe und die elektronische Version ohne seine Erlaubnis verbreitet werde.

Aufgrund der Beschwerde führte das Justizministerium eine Untersuchung an der Staatlichen Universität für Weltsprachen Usbekistan durch. Es wurde mitgeteilt, dass während der Prüfung Fälle von Urheberrechtsverletzungen festgestellt wurden.

Daraufhin wurde gegen den verantwortlichen Mitarbeiter der Universität ein Protokoll gemäß Artikel 177¹ des Gesetzes über die administrative Verantwortung erstellt und der Fall an das Gericht verwiesen. Laut Gerichtsbeschluss wurde der Mitarbeiter zu einer Geldstrafe von 2 Millionen 60 Tausend Sum verurteilt. Zudem wurde die Verpflichtung auferlegt, die elektronische Kopie des Werks aus dem System unilibrary.uz zu entfernen.

Dieser Vorfall unterstreicht erneut, wie wichtig der Schutz des Urheberrechts und des geistigen Eigentums ist. Insbesondere wenn jahrelange Übersetzungsarbeit, wissenschaftliche Forschung und kreative Anstrengungen ohne die Erlaubnis des Autors verbreitet werden, ist dies nicht nur rechtlich, sondern auch moralisch ein ernstes Problem.

Die Übersetzung eines Meisterwerks der Nationalliteratur wie „Bygone Days“ in eine andere Sprache erfordert große Mühe, Geduld und Verantwortung. Daher ist es bei der Nutzung solcher Werke zwingend erforderlich, die gesetzlichen Anforderungen strikt einzuhalten und die Zustimmung des Autors oder Rechteinhabers einzuholen.

Kurz gesagt, die zugesprochene Entschädigung an Mark Reese zeigt, dass Urheberrechtsverletzungen rechtlich geahndet werden. Dieser Vorfall ist ein ernstes Signal für Bildungseinrichtungen, elektronische Bibliotheken und Inhaltsanbieter: Im digitalen Zeitalter funktioniert der Ansatz „Ich habe es kopiert, fertig“ nicht. Kreative Arbeit hat einen Eigentümer, Rechte und ein Gesetz, das sie schützt.

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