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Welle von Erklärungen in der Welt nach Maduros Festnahme

Welle von Erklärungen in der Welt nach Maduros Festnahme

Nach den Nachrichten über die Festnahme von Nicolás Maduro haben auf der internationalen Bühne scharfe Diskussionen begonnen. Verschiedene Staaten und politische Kreise reagierten unterschiedlich auf dieses Ereignis: Einige verurteilten das Handeln der USA, andere hingegen begrüßten die Absetzung Maduros von der Macht. Mit anderen Worten: ein Ereignis — zwei unterschiedliche Weltanschauungen.

Spanien: „ein gefährlicher Präzedenzfall“

Am Montag kritisierte die spanische Regierung die USA offen wegen der Operation in Venezuela. In einem Interview mit dem Radiosender Cadena SER betonte Außenminister José Manuel Albares, dass die auf venezolanischem Territorium durchgeführten Handlungen den Normen des Völkerrechts widersprächen und „einen sehr gefährlichen Präzedenzfall“ schafften.

Damit nicht genug: Auch Ministerpräsident Pedro Sánchez verurteilte den Schritt Washingtons. Seinen Worten zufolge erinnerten die Folgen dieser Aktion an Entscheidungen, die zu schweren Situationen in der Ukraine und in Palästina geführt hätten. Die spanische Führung ist besorgt, dass derartige Operationen die globale Ordnung negativ beeinflussen könnten.

Viele Venezolaner in Spanien

Das Thema ist auch der spanischen Gesellschaft nicht fremd. Denn im Land leben rund 600.000 venezolanische Migranten. Ein großer Teil von ihnen verließ seine Heimat aufgrund einer schweren wirtschaftlichen Lage und sozialer Probleme. Deshalb wird jede politische Bewegung rund um Maduro auch in Spanien mit Interesse und Vorsicht verfolgt.

Auch in der spanischen Politik unterschiedliche Sichtweisen

Interessanterweise begrüßte das konservative Lager in Spanien — Vertreter der Volkspartei — Maduros Entmachtung. Allerdings verschwiegen auch sie nicht, dass es Fragen zur Rechtmäßigkeit und zu den rechtlichen Grundlagen des Prozesses der „Festnahme“ gebe. Mit anderen Worten: Selbst diejenigen, die sich freuen, haben die Frage der „rechtlichen Sauberkeit“ nicht beiseitegeschoben.

China und Iran: „Freilassen“

Wichtige Verbündete Venezuelas — China und Iran — forderten die USA ihrerseits auf, Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores freizulassen.

Das chinesische Außenministerium bewertete am 5. Januar das Handeln der USA als eine offene Verletzung der grundlegenden Prinzipien des Völkerrechts und der Normen, die die internationalen Beziehungen regeln. Peking sieht diese Angelegenheit als eine gefährliche Richtung.

Teheran vertritt ebenfalls eine harte Position: Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghaei, verurteilte die US-Operation und verlangte die Freilassung von Maduro und seiner Ehefrau. Er bezeichnete dies nicht als „Grund zum Stolz“, sondern als „illegale Handlung“.

Fazit

Die Reaktionen in der Welt nach Maduros Festnahme zeigen Folgendes: Die Frage beschränkt sich nicht nur auf Venezuela. Dieses Ereignis hat die alten Debatten über das Völkerrecht, die staatliche Souveränität und den Einfluss der Großmächte erneut belebt. Und jetzt ist die wichtigste Frage: Wie weit wird diese Welle gehen und welche Staaten werden noch deutlicher zeigen, auf welcher Seite sie stehen?

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