Eine Bodeninvasion Irans ist hochriskant und komplex

Das Weiße Haus prüft derzeit die Möglichkeit einer Bodenoffensive gegen den Iran. Zahlreiche Militärexperten warnen jedoch eindringlich davor. Das gebirgige und sumpfige Terrain des Irans würde für eine moderne Armee eine riesige Falle darstellen und jede großangelegte Intervention mit enormen logistischen und personellen Schwierigkeiten behaftet.
In der vergangenen Woche führten die USA und Israel großangelegte Luftangriffe auf iranische Ziele durch. Diese Aktionen haben die Spekulationen über einen möglichen „großen Krieg“ in der Region verstärkt. Präsident Donald Trump schließt in Interviews eine Bodenintervention nicht aus, und Berichte über die Verlegung der 82. Luftlandedivision durch das Pentagon verschärfen die Lage zusätzlich.
Experten zufolge könnte eine umfassende Invasion Irans eine größere humanitäre und logistische Herausforderung darstellen als die Kriege in Afghanistan und Vietnam. Laut Thomas Bonney James, Professor an der Universität Aberdeen, wird das Pentagon einen solchen Schritt wohl kaum leichtfertig wagen und wahrscheinlich Szenarien extrem schneller, gezielter Schläge in Betracht ziehen, etwa die rasche Landung von Spezialeinheiten an den Atomanlagen in Natanz, Fordow oder Isfahan und deren anschließende schnelle Evakuierung.
Neil Quilliam von Chatham House merkt jedoch an, dass eine solche Operation extrem riskant und komplex wäre: „Der Eintritt mag schnell erfolgen, aber der Rückzug aus diesem geografischen Labyrinth dürfte tiefgreifend und langwierig sein.“
Dies macht eine Bodeninvasion Irans zu einer strategisch riskanten Operation, die eine umfassende taktische Planung erfordert.
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