Trump setzt die Friedensgespräche in der Ukraine aufgrund des Iran-Krieges aus

Die Welt erlebt unerwartete und einschneidende Wendungen. Die Verlagerung des Fokus der US-Regierung auf den Nahen Osten gefährdet den Friedensprozess in der Ukraine. Zamin.uz präsentiert neue Details zur geopolitischen Lage und stützt sich dabei auf Daten der renommierten Financial Times.
Europäischen Beamten und Diplomatenkreisen zufolge hat sich der Prozess der diplomatischen Gespräche über die Ukraine deutlich verlangsamt, da US-Präsident Donald Trump seine gesamte Aufmerksamkeit auf militärische Aktionen im Zusammenhang mit dem Iran richtet. Dies führt zu einer Schwächung des politischen Drucks auf Russland.
Genfer Gespräche: Eine „Pause“ ohne Ergebnisse
Tatsächlich hatte das trilaterale Treffen Mitte Februar in Genf zwischen den USA, Russland und der Ukraine große Hoffnungen geweckt. Obwohl bei technischen Fragen, also den Schritten nach der Waffenruhe, Fortschritte erzielt wurden, konnten auf politischer Ebene keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen werden.
- Donbas-Frage: Der Kreml fordert den vollständigen Abzug der ukrainischen Truppen aus der Region.
- Atomkraftwerk Saporischschja: Der zukünftige Status des Kraftwerks ist weiterhin ungewiss.
- Position Kiews: Die ukrainische Regierung beharrt darauf, die von Russland auferlegten harten Bedingungen nicht akzeptieren zu können.
Der iranische Faktor ist eine „Katastrophe“ für die Ukraine
Europäische Diplomaten, die mit der Financial Times sprachen, bezeichneten Trumps Kurswechsel von der Ukraine hin zum Iran als eine echte „Katastrophe“ für Europa und Kiew. Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten, bestätigte ebenfalls, dass es aufgrund einer Änderung der amerikanischen Prioritäten tatsächlich zu einem Abbruch der Gespräche gekommen sei.
Wettlauf um Hilfe: Wer wird zuerst kommen?
Die Ukraine und der Nahe Osten sind nun gezwungen, um amerikanische Militär- und Finanzhilfe zu konkurrieren. Laut EU-Sprecherin Kaia Kallas kommt es aufgrund der geteilten Aufmerksamkeit Washingtons zu Verzögerungen bei der Lieferung von Luftverteidigungssystemen und anderen Waffensystemen an die Ukraine.
Russlands unerwartete „Erfolge“
Der Krieg im Nahen Osten hat sich als unerwarteter Segen für die russische Wirtschaft erwiesen. Durch den Anstieg der Ölpreise vereinnahmt Moskau täglich bis zu 150 Millionen US-Dollar zusätzlich. Besonders bemerkenswert ist, dass die USA einige Beschränkungen für russisches Öl vorübergehend aufgehoben haben, um die Kraftstoffpreise zu kontrollieren. Präsident Selenskyj betrachtet diese Entscheidung als Hindernis für den Friedensprozess.
Trump und Selenskyj: Ein kompliziertes Verhältnis
In einem Interview mit NBC News sparte Trump nicht mit Kritik am ukrainischen Präsidenten. Er glaubt, dass eine Einigung mit Selenskyj deutlich schwieriger sei als mit Putin.
„Sollen Selenskyj doch ein Abkommen schließen, denn Putin will es“, sagte der US-Präsident.
Allerdings zeigt sich auch die russische Seite nicht eilig, Zugeständnisse zu machen. Wladimir Putin hat wiederholt betont, dass er vom militärischen Kurs zur vollständigen Eroberung des Donbass nicht abrücken wird. Kiew hingegen ist überzeugt, dass Russland diese Verhandlungen lediglich nutzt, um die Beziehungen zu Trump aufrechtzuerhalten und neue Sanktionen zu vermeiden.
Welche negativen Folgen könnte Trumps Fokussierung auf den Iran Ihrer Meinung nach für die Ukraine haben? Welche Seite sollte zuerst Kompromisse eingehen, um ein Friedensabkommen zu erzielen?
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