Russland forderte den Abzug der ukrainischen Truppen aus Donezk

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich zu den neuen Bedingungen Russlands. Im Rahmen der Verhandlungen fordert Russland den Abzug der ukrainischen Truppen aus der Region Donezk innerhalb von zwei Monaten und kündigte an, dass sich die Forderungen und Bedingungen ändern könnten, sollte diese Frist nicht eingehalten werden.
Selenskyj erklärte: „Russland teilte der amerikanischen Seite mit: Die Frist hat sich geändert – in zwei Monaten wird unser Staat die östliche Donbass-Region besetzen. Die Ukraine hat somit zwei Monate Zeit, ihre Truppen von dort abzuziehen. Dann endet der Krieg. Sollte die Ukraine nicht abziehen, wird Russland die Kontrolle über den Donbass übernehmen und anschließend neue Bedingungen stellen.“
Der ukrainische Präsident fügte hinzu, dass Russland diese Forderungen nicht erfüllen könne und Moskau dies verstehe. Die Donbass-Region wird als Schlüsselthema in den trilateralen Donbass-Gesprächen diskutiert. Vertreter beider Seiten haben in der Vergangenheit bereits mehrfach Übereinkünfte zu fast allen anderen Fragen erzielt.
Gleichzeitig wurden die offiziellen Verhandlungen aufgrund des Konflikts zwischen den USA und Israel mit dem Iran vorübergehend ausgesetzt. Die Sonderbeauftragten des US-Präsidenten, Steve Whittock und Jared Kushner, beschäftigen sich derzeit hauptsächlich mit der Lösung des Nahostkonflikts.
Die USA unterhalten jedoch weiterhin bilaterale Kontakte zu Ukrainern und Russen. Dies lässt Raum für die Möglichkeit, die Verhandlungen wieder aufzunehmen und die Probleme auf diplomatischem Wege zu lösen.
Die Entwicklung der Lage in der Donbass-Region in den nächsten zwei Monaten hängt von den Entscheidungen Kiews und Moskaus über einen Truppenabzug bzw. -verbleib ab. Auch die zukünftigen Kriegsszenarien werden sich dann entscheiden.