Das Rezept für Glück: Eine 80 Jahre alte Harvard-Studie enthüllt…
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Jeder stellt sich mindestens einmal im Leben die Frage: „Was macht glücklich?“ Manche suchen die Antwort im Geld, andere im Ruhm, wieder andere im inneren Frieden. Doch in der Wissenschaft gibt es eine Studie, die schon seit Ewigkeiten läuft und fast schon als Geduldsprobe gilt. Sie begann 1938 an der Harvard University und ist noch immer nicht abgeschlossen.
Das Interessanteste daran ist, dass die Wissenschaftler ursprünglich dachten, sie würden die Studie in 20 bis 25 Jahren abschließen. Doch die Ergebnisse waren so unerwartet und faszinierend, dass das Projekt nicht mehr gestoppt werden konnte. Eine Studie, mehrere Generationen, viele Schicksale – und eine große Frage: Was macht einen Menschen wirklich glücklich?
An der Studie nahmen 724 Personen teil. Die Hälfte von ihnen waren Harvard-Studenten, die andere Hälfte Jugendliche aus armen Familien in den Vororten von Boston. Das heißt, gleich zu Beginn des Lebens gibt es unterschiedliche Möglichkeiten und Bedingungen: Manche befinden sich auf dem vorgezeichneten Weg, während andere mitten in einem schwierigen, täglichen Kampf stecken.
Wissenschaftler begleiten diese Teilnehmer seit Jahren: psychologische Tests, medizinische Untersuchungen, lange Gespräche … Nicht nur die Person selbst, sondern auch ihre Familie, ihr Umfeld und ihr Lebensstil wurden untersucht. Später schlossen sich auch die Ehefrauen der Teilnehmer dem Projekt an, und mittlerweile nehmen sogar deren Kinder und Enkelkinder teil. Man kann sagen, dass nicht nur eine einzelne Person, sondern eine ganze Lebenskette abgebildet wurde.
Die Schicksale dieser 724 Menschen waren sehr unterschiedlich. Manche verbrachten ihr ganzes Leben in einer Fabrik. Andere wurden reich und Millionäre. Vier kandidierten für den Senat. Einer arbeitete in der Präsidialverwaltung. Unter den Teilnehmern war sogar ein späterer Präsident der Vereinigten Staaten – John F. Kennedy. Nur die Dokumente über ihn sollten bis 2040 geheim bleiben.
Natürlich verlief nicht jeder Weg reibungslos. Manche waren alkoholabhängig, andere kämpften mit psychischen Problemen. Die „unsichtbare Seite“ des Lebens wurde hier ebenfalls deutlich sichtbar: Äußerer Erfolg löst nicht alle Probleme; wenn ein Mensch innerlich zerbrochen ist, bleibt es schwierig.
Ein berührender Aspekt des Projekts war, dass Jugendliche aus einem armen Viertel Bostons die Wissenschaftler überrascht fragten: „Warum interessieren Sie sich für uns? Wir haben doch nichts Interessantes, oder?“ Harvard-Absolventen stellten solche Fragen fast nie. Merkwürdig, nicht wahr? Gleiches Alter, gleiche Person, aber ein völlig anderes Selbstwertgefühl. Das allein zeigt, wie sehr Lebenschancen die menschliche Psyche beeinflussen.
Beim Lesen dieser Geschichte versteht man eines: Glück ist kein einmaliges Geschenk. Es ist das Ergebnis von Erfahrungen, Einstellungen, seelischer Stabilität und erkannten Wahrheiten, die sich über die Jahre ansammeln.
Die wichtigste Schlussfolgerung dieser Langzeitbeobachtungen in Harvard lautet: Der Faktor, der einen Menschen am meisten prägt und seine Stimmung und Lebenszufriedenheit hochhält, ist die Qualität enger Beziehungen. Nicht Positionen, nicht Geld, keine prestigeträchtigen Titel … Sondern Menschen, die einen Menschen verstehen, ihn unterstützen und auch in schwierigen Zeiten für ihn da sind.
Wenn Sie über diese Studie nachdenken, stellen Sie sich daher eine einfache Frage: Haben Sie zwei bis drei Menschen, auf die Sie sich wirklich verlassen können? Und können Sie selbst für jemanden eine Stütze sein?
Vieles verändert sich im Leben: Arbeit, Wohnort, Pläne, sogar Träume. Doch das wichtigste „Kapital“ eines Menschen bleibt sein inneres Umfeld – seine Lieben, Beziehungen, Vertrauen und Liebe. Glück findet sich oft nicht in großen Worten, sondern im Alltag: in aufrichtigen Gesprächen, in der Frage nach dem Befinden, in Vergebung, in der Fähigkeit, sich Zeit für den Nächsten zu nehmen.
Kurz gesagt: Geben Sie die Suche nach Glück nicht auf – Sie müssen es sich aufbauen. Jeden Tag, Stück für Stück. Genau das beobachtet Harvard seit 80 Jahren: Glück ist eine Entscheidung. Und sie beginnt oft mit der Frage: „Mit wem lebe ich?“
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