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Oberster Gerichtshof der USA prüft Rechtmäßigkeit digitaler Durchsuchungsbeschlüsse

Oberster Gerichtshof der USA prüft Rechtmäßigkeit digitaler Durchsuchungsbeschlüsse

Der Oberste Gerichtshof der USA hat mit der Prüfung der Frage begonnen, ob der Polizei erlaubt werden soll, Tatverdächtige mithilfe der Datenbanken von Technologiegiganten zu identifizieren. Es wird erwartet, dass dieser Gerichtsprozess die digitalen Datenschutzrechte im ganzen Land neu definieren wird.

Darüber berichtet Techcrunch.com.

Im Zentrum der Debatte stehen sogenannte „Geofence“-Durchsuchungsbeschlüsse. Über diese Anordnungen verlangen Strafverfolgungsbehörden von Unternehmen wie Google die Bereitstellung von Standortdaten aller Nutzer, die sich zu einer bestimmten Zeit in einem bestimmten Gebiet aufgehalten haben.

Bürgerrechtler halten diese Praxis für verfassungswidrig. Ihrer Ansicht nach führen solche Beschlüsse dazu, dass persönliche Daten von tausenden unschuldigen Menschen, die nichts mit dem Verbrechen zu tun haben und sich zufällig in der Nähe befanden, in die Hände der Polizei gelangen.

Der Gerichtsfall steht im Zusammenhang mit dem Verfahren gegen Okello Chatrie, der 2019 eines Bankraubs beschuldigt wurde. Die Polizei identifizierte mithilfe von Google-Daten drei Personen, die sich in der Nähe der Bank aufhielten, wobei sich eine davon als Chatrie herausstellte.

Seine Anwälte bezeichnen es als gesetzeswidrig, dass die Regierung zuerst eine Durchsuchung durchführt und erst im Nachhinein einen Verdacht begründet.

In den letzten Jahren ist die Zahl solcher Durchsuchungsbeschlüsse in den USA drastisch gestiegen. Google erhält jährlich tausende solcher Anfragen von Bundesbehörden und der Polizei.

Die endgültige Entscheidung des Obersten Gerichtshofs wird bis Ende dieses Jahres erwartet.

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