Hunderte riesige Radiogalaxien mit LOFAR entdeckt

Eine internationale Gruppe von Radioastronomen hat unter Verwendung der Daten des LOFAR Two-Metre Sky Survey (LoTSS DR2) den bisher größten Katalog von Radiogalaxien mit „geflügelter“ Morphologie erstellt. Die Studie identifizierte 621 bestätigte und 403 potenzielle Objekte, was dreimal mehr ist als bei früheren Hochfrequenz-Durchmusterungen. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Der Hauptgrund für diesen Erfolg ist die hohe Empfindlichkeit des LOFAR-Interferometers bei der Erfassung niederfrequenter diffuser Strahlung. Frühere Studien stützten sich auf 1,4-GHz-FIRST-Daten, doch das alternde Plasma in den „Flügeln“ verliert bei hohen Frequenzen schnell an Energie. LOFAR ermöglichte jedoch die präzise Erfassung dieser Strahlung bei 144 MHz.
Die Forscher analysierten X-förmige und Z-förmige Strukturen und stellten Unterschiede in ihrer physikalischen Natur fest. X-förmige Galaxien haben einen niedrigeren Spektralindex, was darauf hindeutet, dass ihr Plasma älter ist als das von Z-förmigen Quellen. Zudem sind 16 % der identifizierten Objekte größer als 0,7 Megaparsec und gehören damit zur Kategorie der riesigen Radiogalaxien.
Diese wissenschaftliche Arbeit wurde in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus China, Polen und Indien durchgeführt. Die Ergebnisse helfen nicht nur dabei, die Entwicklung galaktischer Kerne zu verstehen, sondern dienen auch als wichtige Grundlage für zukünftige Missionen des SKA-Radioteleskops und des orbitalen Observatoriums CSST.
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