Sternenergie unter Laborbedingungen: Physiker stellen neuen Rekord auf

Ein internationales Forscherteam hat am GSI/FAIR-Komplex in Deutschland einen bedeutenden Durchbruch in der Astrophysik erzielt. Mit Hilfe des Speicherrings CRYRING@ESR gelang es Wissenschaftlern, die Teilchenkollisionsenergie auf 403 Kiloelektronenvolt (keV) zu senken. Dies ist ein Weltrekord für Kernreaktionen, der direkt den Bedingungen im Inneren heißer Sterne entspricht. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Die größte Schwierigkeit bei der Modellierung der stellaren Fusion im Labor besteht darin, dass die Wahrscheinlichkeit der Wechselwirkung von Atomkernen bei niedrigen Geschwindigkeiten stark abnimmt. In gewöhnlichen Beschleunigern streuen Teilchen bei einer solchen Energie schnell. Das Gerät CRYRING ermöglicht jedoch das Einfangen und Kühlen von Ionenstrahlen. Der Wissenschaftler Jordan Marsh von der University of Edinburgh betonte, dass der Erfolg des Experiments von der präzisen Funktion der Ultrahochvakuum- und Elektronenkühlungssysteme abhing.
Während des Experiments wurde ein Stickstoffionenstrahl mit einem kryogenen Wasserstoffgastarget kollidiert. Zur Erfassung der Reaktionsprodukte wurde das hochpräzise Detektorsystem CARME eingesetzt. Die gewonnenen Daten bestätigten die theoretischen Vorhersagen vollständig und ebnen den Weg für die Erforschung der Entstehung chemischer Elemente im Universum.
Dieser Erfolg hilft nicht nur, die Sternentwicklung zu verstehen, sondern auch den Prozess der Entstehung leichter Elemente in den ersten Minuten nach dem Urknall. Neue Experimente, die bis Ende 2026 geplant sind, machen das CRYRING-Gerät zu einer der präzisesten Plattformen für die „kosmische Archäologie“ auf atomarer Ebene.
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