Größter Eisberg der Welt vollständig zerbrochen

Eines der beeindruckendsten Naturschauspiele der Welt ist zu Ende gegangen. Bis Ende 2025 ist der Eisberg A23a, der als die größte Eismasse unseres Planeten galt, fast vollständig zerfallen und hat 99 Prozent seiner ursprünglichen Ausdehnung verloren. Dies berichteten Experten des Arktischen und Antarktischen Forschungsinstituts.
Der letzte Atemzug des Eisgiganten
„Im Januar dieses Jahres betrug die Fläche dieses Eisbergs noch etwa 1.300 Quadratkilometer. Bis zum heutigen Tag sind jedoch weniger als 50 Quadratkilometer davon übrig geblieben. Derzeit treibt A23a auf dem offenen Ozean und zerfällt vor unseren Augen“, erklärte Polina Soloshchuk, leitende Expertin des Zentrums für Eis- und hydrometeorologische Informationen des Instituts.

In den letzten drei Monaten hat A23a eine Strecke von fast tausend Kilometern zurückgelegt und die Grenze zwischen dem Südlichen Ozean und dem Atlantik erreicht. Derzeit bewegt er sich um den 49. Breitengrad südlicher Breite. Das Fazit der Experten ist kurz und bündig: „Der Eisberg A23a hat sein Ende erreicht“.
Das Schicksal eines historischen Gletschers
Zur Einordnung: Der Eisberg A23a brach bereits vor vielen Jahren – im Jahr 1986 – vom Filchner-Ronne-Schelfeis in der Antarktis ab. Damals betrug seine Gesamtfläche 4.170 Quadratkilometer, was fast der doppelten Fläche der Stadt Sankt Petersburg entspricht.
Dieser Eisgigant lag mehr als 30 Jahre lang unbeweglich im flachen Teil des Weddell-Meeres fest. Später begann er seine Reise entlang der antarktischen Küste. Obwohl er Anfang 2025 erneut zum Stillstand kam, setzte er seine Bewegung im August in der Nähe der Insel Südgeorgien fort. Infolge des drastischen Zerfalls Ende des Jahres verlor A23a jedoch sein Volumen und verabschiedete sich endgültig von seinem Status als größter Eisberg der Welt.
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