date

Medienberichte: Brisante Vorwürfe über Kannibalismus unter russischen Soldaten verbreitet

Medien: Brisante Vorwürfe über Kannibalismus unter russischen Soldaten verbreitet

Es sind Berichte über Fälle von Kannibalismus in der russischen Armee aufgetaucht, die auf einen extremen Nahrungsmittelmangel zurückzuführen sein sollen. Dies berichtete die Zeitung „The Sunday Times“.

Den Informationen zufolge sahen sich einige russische Militärangehörige, die an der Invasion in der Ukraine teilnahmen, aufgrund von Lebensmittelknappheit gezwungen, auf Kannibalismus zurückzugreifen. Die Publikation stützt sich dabei auf Materialien des ukrainischen Militärgeheimdienstes, darunter Fotos und etwa zehn Audioaufnahmen zwischen russischen Offizieren.

Zudem ist in den Berichten von mindestens fünf Fällen die Rede, in denen Soldaten ihre eigenen Kameraden verzehrt haben sollen.

Es wird berichtet, dass sich einer dieser Vorfälle im November 2025 in der Region Myrnohrad im Gebiet Donezk ereignete. Den vorgelegten Beweisen nach soll ein Infanterist mit dem Rufnamen „Choloq“ (Der Lahme), der im 51.

Regiment der 95. separaten motorisierten Garde-Schützenbrigade diente, zwei Kameraden getötet und versucht haben, das Bein eines der Opfer zu essen.

Ein namentlich nicht genannter Offizier informierte Vladislav Razikov, den stellvertretenden Kommandeur des Aufklärungsbataillons der Brigade, via Telegram über diesen Vorfall. Er legte zudem Bildmaterial als Beweis vor, darunter ein Foto eines abgetrennten Beins.

Es heißt, dass diese Bilder mit speziellen Programmen analysiert wurden. Ein unabhängiger Militärchirurg, der das Foto prüfte, vertrat die Ansicht, dass die Verletzungen nicht im Kampf entstanden seien, sondern durch Schnitte mit einem scharfen Gegenstand verursacht worden sein könnten.

In den vorliegenden Audionachrichten gab der Offizier an, dass der Soldat, der versucht hatte, Menschenfleisch zu essen, in einem Keller gefunden wurde. Er betonte, dass der Soldat bei dem Versuch, ihn festzunehmen, das Feuer eröffnet habe und noch vor Ort eliminiert worden sei.

Darüber hinaus berichtete der Offizier, dass die ihm unterstellten Soldaten unter Hunger und extremer Erschöpfung litten. Auch in anderen aufgezeichneten Gesprächen wurden Fälle von Kannibalismus erwähnt.

So beschwerte sich im April letzten Jahres ein Soldat mit dem Rufnamen „Most“ bei seinem Kommandeur über einen Kameraden, der Menschenfleisch verzehrt hatte.

Zudem wurde bekannt, dass im Oktober 2025 der Kommandeur des 1437. motorisierten Schützenregiments einen Untergebenen in einem ähnlichen Fall beschuldigte und forderte, das „Essen von Menschenfleisch“ einzustellen.

In einer weiteren Meldung heißt es, dass der Leiter der 55. motorisierten Schützenbrigade einen Befehl erlassen habe, der Kannibalismus neben Alkohol und Drogen strengstens untersagt.

Die ukrainische Seite erklärte ebenfalls, dass gefangengenommene russische Soldaten über Nahrungsmittelmangel klagten. Bradley Martin, ein ehemaliger Kapitän der US-Marine, betonte zudem, dass die Informationen über Versorgungsprobleme in der russischen Armee glaubwürdig sein könnten, und merkte an, dass die Versorgung der Truppen für das russische Kommando keine Priorität darstelle.

Ctrl
Enter
Fehler gefunden?
Markieren Sie den Text und drücken Sie Strg+Enter
Information
Benutzer der Gruppe Gast dürfen diese Veröffentlichung nicht kommentieren.
Nachrichten » Welt » Medienberichte: Brisante Vorwürfe über Kannibalismus unter russischen Soldaten verbreitet