Suizid-Epidemie in der israelischen Armee nach dem Gazakrieg nimmt zu

Die blutigen Auseinandersetzungen im Gazastreifen haben nicht nur die Landkarte der Region, sondern auch die Psyche derer, die sich auf dem Schlachtfeld befanden, grundlegend verändert. Die psychische Krise und die Suizidfälle innerhalb der israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) lösen in der Gesellschaft große Besorgnis aus.
Zamin.uz hat die Details dieser „stillen Epidemie“ und die verheerenden Folgen des Krieges untersucht.
Erschreckende Statistik: Höchster Stand der letzten 15 Jahre
Nach Angaben der einflussreichen israelischen Zeitung Haaretz haben sich seit Jahresbeginn mindestens 10 Militärangehörige das Leben genommen. Besonders der April war verheerend: Innerhalb eines Monats schieden sechs aktive Soldaten, drei Reservisten und zwei Grenzpolizisten freiwillig aus dem Leben.
Während die Zahl der Suizide in der Zeit vor dem Krieg bei durchschnittlich 12 Fällen pro Jahr lag, sind diese Zahlen seit Beginn der Kämpfe drastisch gestiegen:
2023: 17 Fälle;
2024: 21 Fälle;
2025: 22 Fälle.
Experten betonen, dass dies der höchste und besorgniserregendste Wert der letzten 15 Jahre ist.
Psychische Traumata und der „Schrecken des Krieges“
Interne Untersuchungen der Armeeführung und des Verteidigungsministeriums führen die Gründe für die Suizide auf folgende Faktoren zurück:
Schwere psychische Belastung: Das Miterleben grausamer Szenen auf dem Schlachtfeld und der Verlust enger Kameraden.
Psychische Instabilität: Tausende Soldaten haben aufgrund des Verlusts ihres psychischen Gleichgewichts das Schlachtfeld verlassen.
Behandlungsbedarf: Derzeit absolvieren etwa 10.000 Militärangehörige spezielle psychologische Rehabilitationskurse.
Gaza: Eine als Völkermord anerkannte Tragödie
Vor dem Hintergrund der Krise innerhalb der israelischen Armee hat das Ausmaß der menschlichen Verluste im Gazastreifen ein unvorstellbares Niveau erreicht. Infolge der Angriffe, die seit dem 7.
Oktober 2023 andauern, sind mehr als 72.550 Palästinenser ums Leben gekommen.
Wichtiger Fakt: Mehr als die Hälfte der Opfer sind Frauen und Kinder. Allein im Zeitraum bis Dezember 2025 kamen über 38.000 Frauen ums Leben.
Selbst nach dem am 10. Oktober 2025 unterzeichneten Waffenstillstandsabkommen hat das Blutvergießen nicht aufgehört — weitere rund 780 Menschen wurden getötet.
Leben unter den Trümmern
Heute sind 90 Prozent der Gebäude im Gazastreifen — Wohnhäuser, Krankenhäuser und Schulen — dem Erdboden gleichgemacht. Die 2,3 Millionen Einwohner sterben nicht nur durch Bomben, sondern auch durch folgende Faktoren:
Akuter Hunger und Wassermangel;
Ausbreitung von Infektionskrankheiten;
Vollständige Isolation unter Belagerung.
Zur Erinnerung: Im September 2025 erkannte eine internationale Kommission die Handlungen Israels in Gaza offiziell als Völkermord an.
Liebe Leser, was denken Sie über diese verheerenden Folgen des Krieges und die psychische Krise unter den Soldaten? Welche weiteren Maßnahmen sollte die internationale Gemeinschaft Ihrer Meinung nach ergreifen, um diese Tragödie zu beenden?
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