date

Angriffstempo der russischen Armee in der Ukraine deutlich gesunken

Das Angriffstempo der russischen Armee in der Ukraine hat sich deutlich verlangsamt

Die Lage auf den Schlachtfeldern in der Ukraine hat begonnen, sich in eine unerwartete Richtung zu entwickeln. Der jüngste Bericht des amerikanischen Institute for the Study of War (ISW) deutet darauf hin, dass das Gleichgewicht an der Front in eine neue Phase eingetreten ist.

Zamin.uz analysiert den Verlauf der Ereignisse auf Basis der Schlussfolgerungen internationaler Experten.

Rückzug im April: Die erste Situation seit Kursk

Militäranalysten zufolge war der April dieses Jahres für die russischen Streitkräfte nicht erfolgreich. Es wurde bekannt, dass die russischen Truppen innerhalb eines Monats die Kontrolle über 116 Quadratkilometer ukrainischen Territoriums verloren haben.

Es ist erwähnenswert, dass eine solche Situation zuletzt im August 2024 beobachtet wurde, als ukrainische Kräfte in die Region Kursk vorstießen.

Dabei ist zu beachten, dass sich diese Zahlen nur auf Gebiete beziehen, in denen die Truppen fest stationiert waren und die tatsächlich gehalten wurden; vorübergehend betretene oder verlassene Gebiete sind darin nicht enthalten.

Statistik: Warum lässt die Intensität der Angriffe nach?

Der ISW-Bericht spiegelt in Zahlen wider, dass das Vorrückungstempo der russischen Armee drastisch gesunken ist:

  • Anfang 2025: Durchschnittlich wurden 9,76 km² pro Tag eingenommen.

  • In den ersten vier Monaten des Jahres 2026: Dieser Wert ist auf 2,9 km² gesunken.

  • Ergebnis der letzten sechs Monate: Russland hat 1.443,35 km² Land eingenommen. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag dieser Wert bei 2.368,38 km².

Ursachen der Krise: Drohnen, Kommunikation und „Weglosigkeit“

Experten erklären den Rückgang des Angriffstempos mit mehreren wichtigen Faktoren. In erster Linie stellen die entschlossenen Gegenangriffe der ukrainischen Streitkräfte am Boden sowie der geschickte Einsatz von Drohnen ein großes Hindernis für russische Technik dar.

Darüber hinaus sind an der Front ernsthafte Probleme bei den Kommunikations- und Steuerungssystemen aufgetreten. Die eingeschränkte Nutzungsmöglichkeit von Starlink-Terminals und die Blockierung der Anwendung Telegram haben sich negativ auf die Koordination der russischen Armee ausgewirkt.

Auch die Launen der Natur spielen eine Rolle. Der extrem niederschlagsreiche Winter 2025-2026 hat die Zeit der frühlingshaften „Weglosigkeit“ (Rasputiza) verschärft.

Schlammige und überflutete Wege haben die Bewegung schwerer Militärtechnik nahezu zum Erliegen gebracht.

„Siege für den Bericht“ und die tatsächliche Lage

Nach Angaben des ISW wendet das russische Kommando eine neue Taktik an: das Eindringen in umstrittene Gebiete mit kleinen Gruppen. Das Ziel dabei ist nicht die vollständige Kontrolle über die Gebiete, sondern die Erstellung von Berichten über „erfolgreiche Vorstöße“ für den Kreml.

In der Praxis handelt es sich bei diesen Gebieten um „Grauzonen“, die zwischen den Fronten liegen.

Obwohl Russland im April in nur 28,28 Quadratkilometer Land eingedrungen ist, bleibt die Menge der Gebiete unter seiner tatsächlichen Kontrolle deutlich geringer.

Liebe Leser, glauben Sie, dass solche Veränderungen an der Front in naher Zukunft einen Anstoß für den Beginn von Friedensverhandlungen geben könnten? Welche weiteren Faktoren sind Ihrer Meinung nach für diese Entwicklung der Lage verantwortlich?

Verfolgen Sie weiterhin die wichtigsten militärischen und politischen Nachrichten der Welt auf der Website Zamin.uz.

Ctrl
Enter
Fehler gefunden?
Markieren Sie den Text und drücken Sie Strg+Enter
Information
Benutzer der Gruppe Gast dürfen diese Veröffentlichung nicht kommentieren.
Nachrichten » Welt » Angriffstempo der russischen Armee in der Ukraine deutlich gesunken