Die Wasserknappheit nimmt weltweit nun zu

Weltweit gehen die Wasserressourcen stark zurück. Dazu veröffentlichte das Institut der Universität der Vereinten Nationen für Wasser, Umwelt und Gesundheit (UNU-INWEH) am 20. Januar einen neuen Bericht.
Dem Bericht zufolge sind in den letzten 50 Jahren 410 Millionen Hektar Feuchtgebiete verloren gegangen. Große Seen schrumpfen, und einige Flüsse erreichen in bestimmten Jahreszeiten das Meer nicht mehr. Am beunruhigendsten ist, dass fast 70 Prozent der Grundwasserreserven sich in einem Zustand dauerhaften Rückgangs befinden.
Auch der Klimawandel verschärft die Lage: Seit 1970 sind mehr als 30 Prozent der Gletscher verschwunden. Das führt zu einer Verringerung der Wasserquellen, die von Hunderten Millionen Menschen genutzt werden. Übermäßige Wassernutzung, Verschmutzung und die Störung des ökologischen Gleichgewichts haben viele Wassersysteme auf ein nicht wiederherstellbares Niveau gebracht.
Den Prognosen zufolge werden bis 2030:
— etwa 2 Milliarden Menschen weiterhin ohne sicher bewirtschaftetes Trinkwasser leben;
— 700 Millionen Menschen aufgrund von Wasserknappheit zur Abwanderung gezwungen sein könnten;
— die globale Nachfrage nach Süßwasser die verfügbaren Möglichkeiten um 40 Prozent übersteigen.
Im Bericht wird außerdem festgestellt, dass die Wasserknappheit in Usbekistan bis 2030 7 Milliarden Kubikmeter erreichen könnte und das Land in die Gruppe der 33 wasserarmen Staaten aufgenommen werden könnte.
Die Autoren schlugen vor, statt des Ausdrucks „Wasserkrise“ den Begriff „Wasserbankrott“ zu verwenden, der die Situation genauer beschreibt. Das heißt, das Problem ist nicht vorübergehend — in einigen Regionen haben Wassersysteme eine Grenze erreicht, an der sie sich nicht mehr erholen können.
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