Flammen im Nahen Osten: Russland gewinnt, die USA stören die Ordnung

Die Spannungen im Nahen Osten verändern nicht nur die Region, sondern auch das geopolitische Gleichgewicht der gesamten Welt. Die Führung der Europäischen Union ist besorgt darüber, dass in diesem Konflikt unerwartete Seiten an Stärke gewinnen. Zamin.uz analysiert die jüngsten Erklärungen auf dem Feld der internationalen Politik.
Am Dienstag, den 10. März, hielt der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, in Brüssel eine Rede vor den Botschaftern der EU und sprach über die „neue Realität“ in der Welt. Seiner Meinung nach profitiert vor allem Russland von den militärischen Aktionen der USA und Israels gegen den Iran.
Wie Moskau zum „einzigen Gewinner“ wurde?
Laut Costa ist der Krieg im Nahen Osten für Russland doppelt vorteilhaft:
- Finanzielle Ressourcen: Der rasante Anstieg der Energiepreise (Öl und Gas) schafft für den Kreml neue Finanzquellen, um die Militäroperationen in der Ukraine fortzusetzen.
- Verschiebung des Fokus: Die Ausrichtung der Weltgemeinschaft und militärischer Kapazitäten auf die Lage rund um den Iran schwächt die Aufmerksamkeit für die Front in der Ukraine.
Straße von Hormus: Gefahr einer wirtschaftlichen Belagerung
Der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus litt infolge des Krieges erheblich. Zur Erinnerung: In Friedenszeiten wurden 20 % der weltweiten Rohölmenge genau über diese Route transportiert. Obwohl die Sanktionen des Westens darauf abzielten, die Einnahmen Russlands zu begrenzen, schwächt der aktuelle Preisanstieg deren Wirkung.
Costas Fazit zur „Dreiergruppe"
Der Präsident des Europäischen Rates erklärte, dass die internationale Ordnung in Frage gestellt sei, und beschrieb die Situation wie folgt:
- „Russland stört den Frieden, China behindert den Handel und die USA stellen das regelbasierte internationale System infrage.“
Seiner Meinung nach muss das iranische Volk unterstützt werden, doch „Freiheit und Menschenrechte können nicht mit Bomben erreicht werden“.
Trump und der Iran: Wer hat recht?
US-Präsident Donald Trump behauptet, der Krieg mit dem Iran laufe „vor dem Zeitplan“ und sei fast abgeschlossen. Seiner Ansicht nach gibt es im Iran weder ein Kommunikationssystem noch eine Luftwaffe. Das Weiße Haus geht davon aus, dass der Krieg noch vier bis sechs Wochen dauern könnte.
Doch der Iranische Revolutionsgarden (IRGC) antwortete scharf darauf:
- „Wir entscheiden, wann der Krieg endet.“
- Es wurde betont, dass die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Endergebnis allein in der Hand von Teheran liegen.
Wir werden weiterhin beobachten, wie sich solche drastischen Wendungen in der Weltpolitik auf die Weltwirtschaft auswirken. Ihrer Meinung nach, wird die Europäische Union ihre Position in diesem Konflikt bewahren können?
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