Wie wurde das F-35-Kampfflugzeug entdeckt?

In der modernen Militäraviation wird das Konzept des „Stealth“ oft falsch verstanden. Tatsächlich bedeutet diese Technologie nicht, dass ein Flugzeug völlig unsichtbar wird, sondern dass es für Radare weniger wahrnehmbar gemacht wird.
Am Beispiel eines F-35-Kampfflugzeugs, das über dem Iran angegriffen wurde, zeigt sich dies erneut deutlich. Laut Berichten wurde dieses Flugzeug nicht über Radare, sondern mithilfe anderer Sensortypen entdeckt.
Experten betonen, dass hier elektrooptische und infrarote (EO/IR) Überwachungssysteme die Hauptrolle spielten. Das Kampfflugzeug wurde also durch die hohe Temperatur, die von seinem Triebwerk abgegeben wird, „entlarvt“. Infrarotsensoren registrierten genau diese Wärme und halfen dabei, die Position des Flugzeugs zu bestimmen.
Darüber hinaus erhitzt sich auch der Rumpf des Flugzeugs bei langen Flügen. Infolgedessen kann die von der Zelle ausgehende Wärmespur ebenfalls durch Infrarotgeräte erfasst werden. Dies macht selbst Flugzeuge mit Stealth-Technologie in gewissem Maße „sichtbar“.
Aus dieser Perspektive sind Militäranalysten der Ansicht, dass Staaten, die effektiv gegen Stealth-Kampfflugzeuge kämpfen wollen, besonderes Augenmerk auf die Weiterentwicklung von EO/IR-Technologien legen müssen.
Doch es gibt hier noch einen weiteren wichtigen Aspekt: Infrarotsensoren können ein Flugzeug passiv erkennen, aber Radarsysteme spielen im Prozess der vollständigen Überwachung und Zielanvisierung nach wie vor eine wichtige Rolle.
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