Das Eis an den Küsten Alaskas schmilzt schneller als erwartet

Die Eisperiode entlang der nördlichen Küsten Alaskas hat sich in den letzten 27 Jahren deutlich verkürzt. Dies wurde in einer Studie bekannt gegeben, die im „Journal of Geophysical Research: Oceans“ der Universität Alaska in Fairbanks veröffentlicht wurde.
Wie bekannt geworden ist, hat sich die Eisperiode im Tschuktschensee um 57 Tage und im Beaufortsee um 39 Tage verkürzt. Das Eis bildet sich im Herbst später und zerfällt in einigen Gebieten bereits vorzeitig im Frühling.
Packeis ist Eis, das an der Küste festliegt und nicht durch Wind oder Strömung abdriftet; es hat besondere Bedeutung für die lokale Bevölkerung Alaskas: Es ermöglicht Jagd- und Fischereirouten, hält saisonale Eisstraßen für die Öl- und Gasindustrie aufrecht und schützt die Küstenlinie vor Wellenerosion.
Die Verkürzung der Eisperiode schwächt die Küsten und schafft unvorhersehbare Bedingungen für die Jagd. Besonders beunruhigend ist die Situation im Beaufortsee, die bis Anfang der 2000er Jahre stabil war. Das Eis breitet sich dort nicht mehr so weit von der Küste entfernt aus wie früher. Forscher verbinden dies mit dem allgemeinen Schmelzen des arktischen Meereises: Weicheres Eis bildet weniger Eissysteme, die als „Anker“ für das Packeis am Meeresboden dienen.
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