Ehemalige Stellvertreter von Kamchibek Tashiev in Kirgisistan verhaftet

Foto: Daniel Risaliyev (links), Timur Shabdanbekov (rechts)
In Kirgisistan ist ein weiterer Skandal im Zusammenhang mit dem Rechts- und Ordnungssystem aufgetreten. Berichten zufolge wurden ehemalige Führungskräfte des Staatlichen Komitees für nationale Sicherheit (GKNB) – Timur Shabdanbekov und Daniel Risaliyev – festgenommen. Dies wurde von der Publikation Kaktus.media unter Berufung auf lokale Quellen bekannt gegeben.
Ersten Informationen zufolge wird Timur Shabdanbekov des Amtsmissbrauchs beschuldigt. Im Rahmen seines Falles sollen sechs weitere Mitarbeiter des GKNB-Systems unter demselben Vorwurf verhaftet worden sein. Diese Situation deutet darauf hin, dass in den Sicherheitsorganen des Landes ernsthafte Ermittlungen eingeleitet wurden.
Andererseits wurden gegen Daniel Risaliyev Korruptionsvorwürfe erhoben. Er wurde Berichten zufolge am 13. April festgenommen. Laut der Publikation 24.kg hat das Gericht des ersten Mai-Bezirks von Bischkek beschlossen, ihn bis zum 11. Juni unter Hausarrest zu stellen.
Bemerkenswert ist, dass diese Ereignisse auf personelle Veränderungen im Sicherheitssystem des Landes folgen. Insbesondere Kamchibek Tashiev, der das GKNB seit 2020 leitete, wurde am 10. Februar von seinem Amt entbunden. Am selben Tag wurde auch einer seiner Stellvertreter, Daniel Risaliyev, seines Amtes enthoben.
Eine Woche später wurde bekannt, dass ein weiterer Stellvertreter – Timur Shabdanbekov – sein Amt am 17. Februar niedergelegt hatte. Diese Abfolge zeigt, dass die internen Prozesse im Regierungssystem sehr ernst sind.
Der Präsident von Kirgisistan, Sadir Japarov, begründete diese Entscheidungen damit, dass sie eine mangelnde Kontrolle und Gesetzlosigkeit in der Gesellschaft verhindern sollen. Er betonte, dass die Aufrechterhaltung von Ordnung und Disziplin im staatlichen System eine vorrangige Aufgabe sei.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Ereignisse auf große Veränderungen und ernsthafte Untersuchungen im Sicherheitssystem Kirgisistans hindeuten. Die weiteren Entwicklungen könnten verdeutlichen, wie weitreichend dieser Fall tatsächlich ist.
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