Betrugsschema mit vorgetäuschten Verkehrsunfällen zur Erlangung von Versicherungsgeldern aufgedeckt

In Usbekistan wurde ein schwerwiegendes kriminelles Schema auf dem Versicherungsmarkt aufgedeckt. Wie aus einem von Kun.uz eingesehenen Gerichtsurteil hervorgeht, hat eine Gruppe von Personen regelmäßig Versicherungsgelder durch künstlich „inszenierte“ Verkehrsunfälle und gefälschte Dokumente erschlichen.
Den Informationen zufolge wurde diese illegale Tätigkeit von dem 30-jährigen A.A., dem 21-jährigen S.A. und dem 24-jährigen Z.Y.
durchgeführt. Sie teilten die Aufgaben untereinander auf und handelten nach einem präzisen Plan.
Der Anführer der Gruppe, A.A., koordinierte den gesamten Prozess: Er steuerte die Anwerbung neuer Teilnehmer, die Planung der vorgetäuschten Unfälle, das Ausfüllen von „Europrotokollen“ und anderen offiziellen Formularen auf Basis gefälschter Daten sowie deren Einreichung bei den Versicherungsgesellschaften.
Die übrigen Komplizen, S.A. und Z.Y., traten in den einzelnen Episoden als „Opfer“ oder „Verursacher“ auf und übernahmen zudem die Aufgabe, neue Personen anzuwerben und Fahrzeuge zu beschaffen.
Auf diese Weise versuchten sie, jedem Vorfall ein glaubwürdiges Erscheinungsbild zu verleihen.
Das kriminelle Schema folgte fast immer demselben Szenario. Hauptsächlich waren zwei Fahrzeuge als „Opfer“ beteiligt: ein weißer Malibu mit dem Kennzeichen 01 L 368 AC und ein schwarzer Malibu mit dem Kennzeichen 01 C 897 MC.
Unter Beteiligung dieser Fahrzeuge wurden offizielle Dokumente über einen angeblichen Verkehrsunfall erstellt und anschließend bei den Versicherungsgesellschaften eingereicht.
Beispielsweise wurden am 15. Januar 2024 gefälschte Dokumente über einen nächtlichen „Verkehrsunfall“ zwischen einem Malibu und einem Tracker im Bezirk Jaschnobod erstellt.
Dadurch wurden 13.758.000 Som an Entschädigung von der Versicherungsgesellschaft erlangt. Ein ähnlicher Fall wurde am 21.
Februar im Bezirk Parkent registriert, bei dem für einen „Vorfall“ unter Beteiligung eines Malibu und eines VAZ-31514 14.000.000 Som erschlichen wurden.
Insgesamt führten die Täter 8 von 14 geplanten Fällen erfolgreich durch und erlangten so eine Versicherungssumme von insgesamt fast 110.000.000 Som. In den übrigen 6 Fällen konnten sie ihre Pläne aus verschiedenen Gründen nicht vollenden.
Während des Gerichtsverfahrens gestanden die Angeklagten ihre Taten vollumfänglich ein. Gemäß der Entscheidung des Strafgerichts des Bezirks Mirso Ulugbek wurden sie wegen einer Reihe von Straftaten nach dem Strafgesetzbuch, darunter Betrug und Dokumentenfälschung, für schuldig befunden.
Gegen jeden von ihnen wurde eine Geldstrafe in Höhe des 305-fachen des Basisberechnungssatzes verhängt, was 103.700.000 Som entspricht.
Dieser Fall zeigt erneut, dass jeder illegale Versuch im Versicherungssystem letztlich aufgedeckt wird. Der Versuch, auf kurzem Wege Einkommen zu erzielen, führt am Ende zwangsläufig zu einer hohen strafrechtlichen Verantwortung.
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