Tata Steel Chess 2026: Zwei usbekische Schachspieler führen

Die 11. Runde des Tata Steel Chess 2026, eines der prestigeträchtigsten Schachturniere der Welt, neigt sich dem Ende zu. Besonders erfreulich ist, dass auch unsere Mannschaft in dieser Runde erfolgreich war: Unsere Landsleute erzielten positive Ergebnisse und begeisterten damit die Schachfans in unserem Land.
Zunächst spielte Nodirbek Abdusattorov mit Schwarz gegen Gastgeber Jorden van Forest remis und verteidigte damit seine Führung. In solchen Momenten ist der Wunsch nach einem Punktgewinn groß, doch mit Schwarz Risiken einzugehen, kann schnell zu einer Niederlage führen. Daher war das Remis in dieser Runde für Nodirbek eine sehr rationale und kalkulierte Entscheidung.
Die beste Nachricht des Tages kam jedoch von Javakhir Sindarov. Er besiegte den Inder Arjun Erigaisi – und dieser Sieg sorgte für zusätzliche Spannung im Turnier.
In dem fast fünfeinhalbstündigen Match zeigte Sindarov mit den schwarzen Steinen ein sehr geduldiges und präzises Spiel. In den ersten Stunden agierten beide Seiten geordnet und ohne Eile, getreu dem Motto: „Ich werde ihn brechen.“ Doch ein kleiner Fehler des Gegners genügte Jawohir: Besonders in der Schlussphase unterliefen Erigaisi mehrere Fehler in Folge, und er verlor schließlich die Partie. Manchmal ist es im Schach genau dieser Moment, diese eine Entscheidung, die alles verändert.
Dadurch erhöhte Sindarov seine Punktzahl auf 7 Punkte und zog mit Abdusattorov gleich. Sollten die Punkte am Ende des Turniers gleich sein, kann der Sieger im Tiebreak ermittelt werden, da die Partien beider Spieler remis endeten. Dafür gibt es jedoch eine Bedingung: Sowohl Nodirbek als auch Javakhir müssen in den beiden vorangegangenen Runden positive Ergebnisse erzielen.
Eine weitere bemerkenswerte Tatsache: Javakhir Sindarov ist der einzige Spieler im Turnier, der noch ungeschlagen ist. Er hat in elf Partien acht Remis und drei Siege erzielt. Diese Konstanz lässt vermuten, dass er bis ins Finale die Nerven behält.

Kurz gesagt: Der spannendste Teil des Turniers steht uns noch bevor: Zwei usbekische Schachspieler liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze. Jede Partie ist nun wie ein Finale. Für die Fans heißt es: hoffen und Geduld haben. Denn in den letzten beiden Runden wird die Spannung höher sein als bei Netflix.
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