Wie konnte Khameneis Sohn dem Tod entgehen?

Laut einer Tonaufnahme, die dem „Telegraph“ vorliegt, entkam Irans neuer Oberster Führer, Mojtaba Khamenei, nur knapp einem israelischen Raketenangriff. Sein Vater, Ali Khamenei, kam ums Leben, nachdem er das angegriffene Gelände wenige Minuten vor der Explosion verlassen hatte.
Die Aufnahme enthält angeblich Aussagen von Mazaher Hosseini, dem Leiter des Präsidialamtes, gegenüber hochrangigen Geistlichen und Kommandeuren der Islamischen Revolutionsgarde. In der durchgesickerten Aussage erklärt Hosseini, dass sich Mojtaba Khamenei am Morgen des 28. Februar mit seinem Vater, seiner Frau und seinem Sohn auf dem Gelände befand. Kurz vor der Explosion sei er aus geschäftlichen Gründen in den Hof gegangen und habe sich dort aufgehalten, als die Rakete das Gebäude traf.
„Er ging aus geschäftlichen Gründen in den Hof und stand im Freien und blickte nach oben, als die Rakete das Gebäude traf“, sagt Hosseini in der Aufnahme. Er fügte hinzu, dass Mojtaba Khamenei bei der Explosion eine leichte Beinverletzung erlitten habe. In derselben Erklärung hieß es, der Angriff sei koordiniert gewesen und mehrere Teile des Bürokomplexes seien gleichzeitig angegriffen worden. Dies deutet darauf hin, dass die Operation darauf abzielte, mehrere Mitglieder der Familie Khamenei zu eliminieren.
Das mutmaßliche Attentat fällt in eine Zeit wachsender Spekulationen über den Gesundheitszustand und die Regierungsfähigkeit des neuen Machthabers. Mojtaba Khamenei ist seit Ausbruch des Konflikts nicht mehr öffentlich aufgetreten. Seine erste Stellungnahme seit zwei Wochen erfolgte schriftlich, was Fragen nach dem Schweregrad seiner Verletzungen und seiner vollen Amtsfähigkeit aufwirft.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, Mojtaba Khamenei sei bei der Explosion verletzt worden und sein Aussehen möglicherweise erheblich beeinträchtigt. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi wies die Spekulationen zurück und erklärte, der neue Oberste Führer sei gesund und habe die Lage voll im Griff.
Die Nachricht verschärft die ohnehin schon angespannte regionale Krise zusätzlich. Washington bietet angeblich eine Belohnung von bis zu 10 Millionen Dollar für Hinweise auf ihn an. Dies spiegelt die internationale Aufmerksamkeit wider, die der iranischen Führung nach dem mutmaßlichen Attentat auf eine der mächtigsten Persönlichkeiten des Landes zuteilwird.
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