Trumps Gesandte verhandeln im Kreml mit Putin über Kriegsende

US-Präsident Donald Trumps Gesandte – Sondergesandter Steve Witkoff, der leitende Berater des Weißen Hauses, Josh Gruenbaum, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner – trafen sich am 22. Januar hinter verschlossenen Türen im Kreml mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Das Treffen bot eine weitere Gelegenheit, über Wege zur Beendigung des russischen Krieges in der Ukraine zu sprechen.
Kushner war von Januar 2017 bis Januar 2021 Trumps leitender Berater. Derzeit bekleidet er kein offizielles Amt in der US-Regierung, soll aber weiterhin Einfluss auf seinen Schwiegervater ausüben und an diplomatischen und politischen Initiativen im Weißen Haus beteiligt sein.
Dies ist das erste Mal, dass Gruenbaum an den Verhandlungen teilnimmt
Josh Gruenbaum ist Leiter des Federal Procurement Service, einer Abteilung der US General Services Administration. Er wurde außerdem zum leitenden Berater von Trumps kürzlich gegründetem „Friedensrat“ ernannt. Es wurde festgestellt, dass dies seine erste Teilnahme an diesen Verhandlungen war.
Das Gespräch dauerte über dreieinhalb Stunden
Laut Kreml-Pressedienst dauerte das Gespräch über dreieinhalb Stunden. Neben Wladimir Putin nahmen sein Assistent Juri Uschakow und der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten, Kirill Dmitrijew, Generaldirektor des Russischen Direktinvestitionsfonds, an dem Treffen teil.
Es wird erwartet, dass Juri Uschakow die Medien telefonisch über die Ergebnisse der Verhandlungen informieren wird.
Das vorherige Treffen brachte keine nennenswerten Fortschritte
Ein ähnliches Treffen zwischen Witkoff und Putin fand Anfang Dezember 2025 statt. Damals dauerten die Verhandlungen fünf Stunden, Berichten zufolge wurden jedoch keine wesentlichen Fortschritte erzielt.
Der „Friedensrat“ und eingefrorene Vermögenswerte stehen ebenfalls auf der Tagesordnung
Die Nachrichtenagentur TASS berichtete unter Berufung auf Putins Äußerungen im Vorfeld des Treffens, dass die Parteien unter anderem die Frage der Einladung Russlands in den von Trump zur Lösung des palästinensisch-israelischen und anderer Konflikte eingerichteten „Friedensrat“ erörtern wollen. Gleichzeitig hieß es, dass auch das Schicksal der in den USA eingefrorenen russischen Vermögenswerte zur Sprache kommen könnte.
Am 21. Januar erklärte Putin, dass eine Milliarde Dollar dieser Vermögenswerte an den „Friedensrat“ überwiesen werden könnten und der Rest für den Wiederaufbau der im Krieg zwischen Russland und der Ukraine zerstörten Gebiete verwendet werden könnte. Es wurde jedoch nicht präzisiert, ob sich dies auf die von Kiew oder von Russland kontrollierten Gebiete bezieht.
Die nächste Phase wird in Abu Dhabi erwartet
Die nächste Gesprächsrunde über ein Friedensabkommen in der Ukraine wird voraussichtlich am 23. Januar in Abu Dhabi fortgesetzt. Vertreter Moskaus und Kiews werden sich dort erstmals seit Langem wieder treffen. Es wird erwartet, dass die Vereinigten Staaten als Vermittler an dem Prozess teilnehmen werden.
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