Die Trump-Regierung hat sich verrechnet: Die Gefahr im Hormuz-Meeresenge steigt drastisch

Es wird berichtet, dass vor den Angriffen auf Iran in der Trump-Regierung die Ansicht vorherrschte, die Situation würde den globalen Energiemarkt nicht stark erschüttern. Eine Analyse der New York Times stellt fest, dass dieser Zustand die falsche Vorstellung von „Alles unter Kontrolle“ verstärkt hat.
Laut Berichten stützten sich einige Berechnungen im Weißen Haus auf die Annahme, dass der Ölpreis nur kurzfristig ansteigen und dann wieder fallen würde. Zudem gab es die Vermutung, dass sich der Iran wie bei früheren Spannungen mit einer begrenzten Antwort zufriedengeben würde. Diese Stimmung führte dazu, dass größere Risiken – insbesondere Bedrohungen für die Energieversorgung und Infrastruktur – nicht ausreichend bewertet wurden.
Der kritischste Punkt sind jedoch die Seewege. In Analysen wird darauf hingewiesen, dass Warnungen vor einer möglichen Behinderung des Schiffsverkehrs durch den Iran nicht ernst genommen wurden. Es geht um die Straße von Hormus, durch die ein großer Teil des weltweiten Öl- und Kraftstofftransports fließt. Reuters und andere Analysen betonen, dass etwa 20 % des globalen Ölstroms durch diese Meerenge fließen; daher würde jedes Hindernis dort sofort die Preise und die Lieferketten treffen.
Es wird behauptet, dass einige Beamte im Weißen Haus der Ansicht waren, der Iran werde bewusst keine große Krise auslösen, die auch seiner eigenen Wirtschaft schwer schaden würde. Beobachter zufolge wurde jedoch ein wichtiger Aspekt an dieser Stelle nicht ausreichend berücksichtigt: Teheran könnte strategische Energiekorridore gezielt als Druckmittel nutzen. Dies erhöht die Sensibilität nicht nur beim Öl, sondern auch auf dem Diesel- und Logistikmarkt – Reuters hat geschrieben, dass Schwankungen bei der Dieselversorgung und den Preisen das Risiko einer globalen Wirtschaftsverlangsamung verstärken könnten.
Laut Analysen wurden Entscheidungen eher auf kurzfristige politische und militärische Logik gestützt. Doch wenn sich die Ereignisse anders entwickeln, besteht die Gefahr, dass das Problem den Status eines „lokalen Konflikts“ verlässt und zu größeren wirtschaftlichen Erschütterungen führt. In diesem Zusammenhang hat Reuters festgestellt, dass die Kosten für den Öl- und Gastransport stark gestiegen sind und die Tankerpreise auf einigen Routen Rekordwerte erreicht haben.
Kurz gesagt, die Sorge der Analysten ist eine: Eine falsche Einschätzung des Energie-Risikos könnte die Dynamik des regionalen Konflikts verändern und seine Auswirkungen auf die Weltwirtschaft noch verschärfen. Jedes Signal rund um Hormus ist nicht nur Geopolitik, sondern ein „großer Knopf“, der bis zu Benzinpreisen, Logistik, Kosten und den Geldbörsen normaler Menschen reicht.
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