Produktion des chinesischen Flugzeugs C919 verlangsamt sich

Die Auslieferung des chinesischen Schmalrumpfflugzeugs C919 bleibt hinter den geplanten Zielen zurück. In den ersten drei Monaten des Jahres 2026 übergab COMAC lediglich drei Maschinen an Kunden: China Southern erhielt im Februar und März zwei Flugzeuge, Ende März nahm Air China eine weitere Maschine entgegen.
Dies berichtet Ixbt.com unter Berufung auf Brancheninformationen.
Im Januar erfolgten keine Auslieferungen.
Das Hauptproblem bleibt die Abhängigkeit von ausländischen Komponenten, insbesondere von den LEAP-1C-Triebwerken, die vom Konsortium CFM – einem Joint Venture von GE Aerospace und Safran – hergestellt werden. Branchenquellen zufolge warten einige fertiggestellte Flugzeuge auf die Installation der Triebwerke, deren Produktion sich aufgrund von Engpässen bei Schlüsselkomponenten, darunter Turbinenschaufeln, verzögert.
Seit Beginn der kommerziellen Auslieferungen im Dezember 2022 hat COMAC insgesamt 35 C919-Flugzeuge an Kunden übergeben. Im Jahr 2025 lieferte das Unternehmen 15 Maschinen aus; dies ist zwar eine Steigerung gegenüber 2024, liegt jedoch deutlich unter dem ursprünglichen Ziel, jährlich 75 Flugzeuge zu produzieren.
Für das Jahr 2026 plant COMAC eine Steigerung der Produktion auf etwa 28 Maschinen, doch die aktuelle Dynamik stellt diese Ziele infrage.
Für China ist die C919 von strategischer Bedeutung: Es ist das erste chinesische Mittelstreckenflugzeug, das als Konkurrent zur Boeing 737 und zum Airbus A320 positioniert ist. Daher ist die Ausweitung der Serienproduktion nicht nur für COMAC, sondern für die gesamte Luftfahrtindustrie des Landes von entscheidender Bedeutung.
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