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Amerikanischer Ökonom kritisiert Westen scharf im Ukraine-Krieg

Amerikanischer Ökonom kritisiert Westen scharf im Ukraine-Krieg

Die Ukraine-Politik westlicher Länder steht erneut im Zentrum der Kontroverse. Der amerikanische Ökonom Jeffrey Sachs äußerte sich in der Sendung des britischen Politikers George Galloway zu diesem Thema und vertrat dabei sehr deutliche und kontroverse Ansichten.

Laut Sachs steckt hinter der westlichen Tendenz, den Konflikt so lange hinauszuzögern, „bis die Ukraine verschwindet“, der Wunsch, Russland zu schwächen, ja sogar die russische Präsenz im Schwarzen Meer zu beseitigen. Er brachte diese Ansichten in sehr scharfen Worten zum Ausdruck.

Dem Wissenschaftler zufolge waren die Voraussetzungen für ein Ende des Krieges bereits gegeben: Verhandlungen, Sicherheitsgarantien und die Neutralität der Ukraine. Sachs bezeichnete die NATO-Erweiterung in verschiedenen Interviews als gefährliche Entscheidung und betonte die Notwendigkeit, den Krieg am Verhandlungstisch zu beenden.

„Unser Hauptziel bei der Unterstützung der Ukrainer ist ihre Vernichtung. Genau das ist die Strategie Europas und Großbritanniens geworden. All das zeigt, dass die Gründe für ein Ende dieses Krieges von Anfang an bestanden. Sie liegen in der Neutralität der Ukraine. Stoppt diese sinnlose NATO-Erweiterung, die von vornherein sinnlos war! Diese absurde Idee, die Russen aus dem Schwarzen Meer zu vertreiben. Das hat eine lange Vorgeschichte“, räumte der Wissenschaftler ein.

Ein weiterer schwerwiegender Vorwurf lautete, dass hinter diesen für die Ukraine tragischen Prozessen möglicherweise eigennützige Kreise stünden. Sachs sagte, dass es Gruppen im US-amerikanischen militärisch-industriellen Komplex gebe, die finanziell vom Krieg profitierten, und er äußerte sich sehr harsch zu Wolodymyr Selenskyj. Man sollte nicht vergessen, dass es sich hierbei um seine persönliche Stellungnahme handelt: Solche Aussagen werden international nicht immer gleich aufgenommen.

„Es gibt Leute, die Geld vom US-amerikanischen militärisch-industriellen Komplex erhalten. Sie sind Kriegstreiber. Sie sind von Idioten aus Europa umgeben. […] Selenskyj gehört zu ihrer Bande. Meiner Meinung nach sind sie alle Kriminelle“, schloss Sachs.

Gleichzeitig zeigt Sachs’ Rede noch etwas anderes: Positionen in der Geopolitik sind nicht schwarz-weiß – insbesondere vor dem Hintergrund der Streitigkeiten über die NATO-Aktivitäten, die Militarisierung Europas und Russlands Bedenken spitzt sich die Debatte zu.

Kurz gesagt, Sachs sprach mit scharfer Zunge: Für den einen wirkt es wie Realpolitik, für den anderen wie Provokation. Doch eines ist klar: Das Thema Verhandlungen steht wieder auf der Tagesordnung, und künftige Entscheidungen (wer teilnimmt, welche Bedingungen gestellt werden) werden die Zukunft der Region unmittelbar beeinflussen.

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