Zahl der hitzebedingten Todesfälle in Europa steigt weiter an

Die in den letzten Jahren in Europa beobachteten extremen Hitzewellen führen zu einem Anstieg der Sterblichkeitsrate.
Laut einer im Fachmagazin The Lancet veröffentlichten Studie hat diese Kennzahl in vielen Regionen ein deutlich höheres Niveau erreicht als in den 1990er Jahren.
Den Untersuchungsergebnissen zufolge stieg die Zahl der Todesfälle während der Hitzeperioden in den Jahren 2015–2024 in 99,6 Prozent der europäischen Regionen im Vergleich zum Zeitraum 1991–2000 an.
Im Durchschnitt wurden jährlich 52 zusätzliche Todesfälle pro eine Million Einwohner verzeichnet.
In einigen Ländern, darunter Teile von Spanien, Italien, Griechenland und Bulgarien, überstieg dieser Wert 120 Fälle pro eine Million Einwohner.
Experten weisen darauf hin, dass auch die Anzahl der Hitzewarnungen erheblich zugenommen hat.
Während dieser Wert im Vergleich zu den 1990er Jahren im Durchschnitt um 318 Prozent stieg, wurde in Deutschland ein Zuwachs von bis zu 450 Prozent registriert.
Wissenschaftler bringen diese Veränderungen mit dem globalen Klimawandel in Verbindung und betonen dessen schwerwiegende Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.
Gleichzeitig führt der frühere Frühlingsbeginn zu einer Vorverlegung der Allergiesaison, was die Gesundheit der Bevölkerung zusätzlich belastet.
In den Studien wird zudem auf ein steigendes Risiko für die Ausbreitung tropischer Krankheiten in europäischen Regionen hingewiesen.
Insbesondere die Wahrscheinlichkeit der Verbreitung von durch Mücken übertragenen Infektionen, einschließlich des Dengue-Virus, soll um etwa 300 Prozent zugenommen haben.
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