Serbien entzieht Neffen von Ramsan Kadyrow die Staatsbürgerschaft

Die serbische Regierung hat die zuvor getroffene Entscheidung über die Verleihung der Staatsbürgerschaft an Jakub Sakrijew, den Neffen des tschetschenischen Führers Ramsan Kadyrow, offiziell widerrufen. Dies geht aus Informationen hervor, die von Nedeljnik verbreitet wurden.
Dem Bericht zufolge wurde Sakrijew in dem entsprechenden Dokument als eine Person eingestuft, die „eine potenzielle Bedrohung für das Leben und die Gesundheit der Bürger sowie für die öffentliche Sicherheit darstellen könnte“. Auf dieser Grundlage wurde die vorherige Entscheidung überprüft und aufgehoben.
Es sei daran erinnert, dass am 25. April Berichte kursierten, wonach die serbische Regierung der Einbürgerung von Sakrijew zugestimmt hatte.
Zu diesem Zeitpunkt basierte die Entscheidung auf einer speziellen gesetzlichen Norm, nach der ausländischen Staatsbürgern, die als „bedeutend“ für die staatlichen Interessen erachtet werden, die Staatsbürgerschaft in einem vereinfachten Verfahren verliehen werden kann.
Die berufliche Laufbahn von Jakub Sakrijew ist sehr umfangreich. Er bekleidete in verschiedenen Jahren verantwortungsvolle Positionen im Regierungssystem Tschetscheniens, darunter als Leiter der Abteilung für Regierungsangelegenheiten, als erster stellvertretender Finanzminister sowie als Leiter des Sekretariats des Gouverneurs.
Zudem war er von Juli 2018 bis Februar 2020 als Bürgermeister der Stadt Grosny tätig. Später fungierte er als Leiter der Verwaltung der tschetschenischen Regierung.
Seit Juli 2023 wurde er zum Generaldirektor von Danone Russia ernannt.
Experten zufolge wird diese Entscheidung der serbischen Regierung als ein Schritt gewertet, der auf einen ernsthaften Umgang mit Sicherheitsfragen und die Wahrung des außenpolitischen Gleichgewichts abzielt.
Kurzum, die zuvor positiv beschiedene Entscheidung wurde innerhalb kurzer Zeit revidiert und aufgehoben. Dies verdeutlicht einmal mehr, welche Priorität Sicherheitsfragen in europäischen Staaten beigemessen wird.
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