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Neue Anforderungen für US-Visa: „Geheimer Filter“ eingeführt

Neue Anforderungen für US-Visa: „Geheimer Filter“ eingeführt

Die USA haben ein neues Verfahren für die Beantragung von befristeten Visa eingeführt. Ab sofort müssen sich Antragsteller einer zusätzlichen Überprüfung unterziehen und präzise Antworten auf wichtige Fragen geben.

Dies berichtet die Zeitung „The Guardian“ unter Berufung auf interne Anweisungen des US-Außenministeriums.

Nach dem neuen Verfahren müssen Personen, die ein Visum beantragen möchten, beim Konsulargespräch bestätigen, dass sie in ihrem Heimatland keiner Verfolgung oder Gewalt ausgesetzt waren und keine Angst vor einer Rückkehr dorthin haben. Eine bejahende Antwort auf diese Fragen oder die Verweigerung einer Antwort erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Visumablehnung drastisch.

Berichten zufolge hat das Außenministerium die Mitarbeiter in Botschaften und Konsulaten weltweit angewiesen, dieses Verfahren umzusetzen. Diese Fragen sind nun ein fester Bestandteil des Gesprächs, und es ist nicht möglich, den Prozess fortzusetzen, ohne sie zu beantworten.

Den Antragstellern werden folgende Fragen obligatorisch gestellt:

— Waren Sie in dem Land, in dem Sie gelebt haben, Gewalt oder grausamer Behandlung ausgesetzt?

— Befürchten Sie, bei einer Rückkehr in dieses Land einer solchen Gefahr ausgesetzt zu sein?

Experten zufolge zielt diese Neuerung vor allem darauf ab, die persönlichen Daten der Antragsteller genauer zu überprüfen und Fälle von Falschinformationen zu reduzieren.

Beobachter weisen darauf hin, dass der neue „Filter“ das Visumverfahren verkomplizieren könnte, jedoch dazu dient, die Kontrolle in der US-Migrationspolitik zu verschärfen.

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