Der Schlaf von Teenagern hat dramatisch abgenommen: Die gefährlichen Folgen nehmen zu

Heutige Teenager schlafen deutlich weniger als ihre Altersgenossen vor 15 Jahren, und Schlafmangel ist kein Einzelfall mehr – er entwickelt sich zu einem weit verbreiteten Problem. Zu diesem Schluss kamen Wissenschaftler der University of Connecticut School of Medicine in den USA.
Die Forscher analysierten Daten der National Survey of Adolescent Behavior, die regelmäßig von den US-amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (CDC) durchgeführt wird. Diese Studie ist eine der größten Erhebungen zum Lebensstil, den Gewohnheiten und dem Tagesablauf von Schülern. Die Analyse umfasste Daten aus dem Zeitraum 2007–2023.
Die Ergebnisse sind alarmierend: Mehr als die Hälfte der Teenager gab an, weniger als fünf Stunden pro Tag zu schlafen. Dies ist der höchste Wert, der im Beobachtungszeitraum gemessen wurde. Das Problem hat sich also nicht allmählich verschärft, sondern deutlich zugenommen.
Experten sagen, dass weniger als fünf Stunden Schlaf für einen wachsenden Körper zu wenig sind. Dauerhafter Schlafmangel wirkt sich schleichend auf die psychische Gesundheit und die Leistungsfähigkeit im Alltag aus: Er kann zu Angstzuständen, verstärkten Depressionssymptomen, Konzentrationsschwierigkeiten und schlechteren Schulleistungen führen. Außerdem soll Schlafmangel das Risiko für Übergewicht und Diabetes erhöhen.
Die Zahlen verdeutlichen diesen Trend noch deutlicher: 2007 schliefen mehr als 30 Prozent der Schulkinder acht Stunden oder mehr. Bis 2023 sank diese Zahl auf weniger als ein Viertel. Die Gruppe mit ausreichend Schlaf schrumpft also, während die Gruppe mit zu wenig Schlaf wächst.
Interessanterweise lässt sich Schlafmangel nicht allein durch zu viel Bildschirmzeit erklären. Die Studie stellt fest, dass fast alle Teenagergruppen – unabhängig davon, ob sie depressive Gedanken haben oder viel Zeit vor Bildschirmen verbringen – unter Schlafmangel leiden. Dieses Problem hängt vermutlich mit ihrem allgemeinen Lebensstil, ihrem Rhythmus und dem damit verbundenen Druck zusammen.
Die Schlussfolgerung bleibt dieselbe: Schlaf ist keine „Zeitverschwendung“, sondern eine der wichtigsten Ressourcen für Teenager. Nimmt diese Ressource stetig ab, wirken sich die Folgen auf Stimmung, Gesundheit und Lernfähigkeit aus.
Lesen Sie „Zamin“ auf Telegram!