Der berühmte usbekische Journalist und Dichter Karim Bahriyev ist verstorben

Der geliebte usbekische Journalist und Dichter Karim Bahriyev ist im Alter von 64 Jahren nach einer schweren Krankheit verstorben. Dies gab der Journalistenverband bekannt. Vor einigen Tagen war er mit einer Diagnose einer hämorrhagischen Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert worden.
Karim Bahriyev wurde am 15. Juli 1962 im Bezirk Urgut der Provinz Samarkand geboren. Er absolvierte die Staatliche Universität Samarkand und später die Fakultät für Journalismus der Lomonossow-Staatlichen Universität Moskau.
Während seines Lebens wirkte er als Journalist, Schriftsteller, Übersetzer und Politiker. Von 1990 bis 1995 arbeitete er auch als Abgeordneter im Parlament. In verschiedenen Jahren war er in den Zeitungen „O‘zbekiston adabiyoti va sanʼati“ und „Maʼrifat“ sowie in den Zeitschriften „Jahon adabiyoti“ und „Dugonalar“ tätig und wurde in den 90er Jahren als Chefredakteur der Zeitung „Hurriyat“ bekannt.
Karim Bahriyev war Autor zahlreicher wissenschaftlicher, populärer und literarischer Werke. Zu seinen Gedichtbänden gehören Bücher wie „Sabr kosasining siniqlari“ und „Tomchidil“. Außerdem verfasste er mehrere Werke im Bereich Journalismus und Recht. Sein 2000 veröffentlichtes Buch „So‘z erkinligi haqida so‘z“ löste große Aufmerksamkeit aus.
In den letzten Jahren war er erfolgreich im Bereich der Übersetzung tätig. Karim Bahriyev übersetzte philosophische Werke von Platon, Voltaire, Montesquieu, Pascal, Vauvenargues, La Rochefoucauld und La Bruyère sowie Weisheiten der Völker der Welt. Zudem übersetzte er Henry Fords „Mening hayotim“, George Orwells Romane „1984“ und „Farmschwein“, Swetlana Alexijewitschs Roman „Chernobyl tavallosi“ sowie Malcolm Gladwells Werk „Daholar va uddaburonlar“. Außerdem übersetzte er Geschichten von Tschingis Aitmatow, Dino Buzzati und Giovanni Papini ins Usbekische.
Karim Bahriyev war Vorsitzender des öffentlichen Rates des Journalistenverbandes sowie Mitglied der Schriftstellervereinigung und des Journalistenverbandes. Darüber hinaus unterrichtete er als Experte für Medienrecht und -ethik an der Universität für Journalismus und Massenkommunikation.
Sein unschätzbares Erbe, seine Werke und Übersetzungen haben nicht nur den Bereichen Literatur und Journalismus, sondern der gesamten Gesellschaft einen großen Beitrag geleistet. Die Erinnerungen an diese große Persönlichkeit werden mit Liebe und Respekt bewahrt.
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