Selenskyj: Wie bei Maduro eine “Operation” gegen Kadyrow — ein Signal für Putin

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erneut eine scharfe und umstrittene Einschätzung zur Verstärkung des Drucks auf Russland geäußert. Nach seinen Worten könnten die USA sogar eine Militäroperation durchführen, um den tschetschenischen Machthaber Ramsan Kadyrow festzunehmen, um den Krieg zu stoppen und Druck auf Wladimir Putin auszuüben. Selenskyj sagte dies im Gespräch mit Journalisten und meinte sinngemäß, dass “als Option auch so eine Maßnahme möglich sein könnte”.
Zur Begründung verwies Selenskyj auf das Beispiel rund um den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Seine Logik ist einfach: “Wenn solche harten Schritte schnell und demonstrativ umgesetzt werden, dann könnte Putin das ebenfalls sehen und nachdenken”. Vor diesem Hintergrund schrieb Reuters, US-Präsident Donald Trump habe Erklärungen zur Operation in Venezuela und zur Festnahme Maduros abgegeben.
Gleichzeitig liegt Selenskyjs Hauptakzent darauf, dass es in Washington genügend Mittel für “realen Druck” gibt, dafür müsse die Ukraine aber in der US-Politik Priorität haben. Seinen Worten zufolge führen Trumps Vertreter derzeit Gespräche mit Russland, doch aus Sicht Kyjiws “ziehen sie die Zeit in die Länge”.
Zu Kadyrow berichten verschiedene Medien, dass er in den letzten Monaten seltener in der Öffentlichkeit zu sehen ist. In einigen Quellen gibt es außerdem Vermutungen, sein Gesundheitszustand habe sich verschlechtert (es gibt unterschiedliche Versionen).
Vorerst ist die wichtigste Nuance folgende: Die von Selenskyj erwähnte “Operation” ist kein offizieller Plan und keine bestätigte Entscheidung, sondern ein politisches Signal und harte Rhetorik. Doch solche Aussagen heizen die Lage ohnehin an: Auf der einen Seite ist von Verhandlungen die Rede, auf der anderen Seite sieht man, dass Druckinstrumente immer schärfer angesprochen werden. Deshalb könnte in den kommenden Wochen im Dreieck USA–Russland–Ukraine jede Aussage nicht mehr “nur ein Satz” bleiben, sondern Teil eines größeren Spiels werden.
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