Ein BBC-Experte analysiert die Auswirkungen der Unruhen in Mexiko auf die Weltmeisterschaft 2026

Angesichts der eskalierenden Spannungen in mehreren mexikanischen Städten, Straßensperren und verstärkten Sicherheitsmaßnahmen an einigen Orten stellt sich die Frage: Wie wird sich das auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 auswirken?
Der BBC-Experte Javier Escauriatsa, außerordentlicher Professor für Strafrecht an der Universität Nottingham, kommentierte dieses Thema und erklärte, dass die Kartelle auch ein wirtschaftliches Interesse an einem „friedlichen“ Turnier hätten. Laut Escauriatsa sind die Kartelle in verschiedenen Bereichen der lokalen Wirtschaft aktiv: Sie können Politiker und Polizisten kaufen und sind an Unternehmen der Gastronomie und Hotellerie beteiligt. Daher wird argumentiert, dass es auch für sie von Vorteil sei, wenn Ausländer nach Mexiko kämen, Geld ausgäben und sich dort erholten.
Mexiko ist eines der drei Austragungsländer der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Das Turnier findet auch in den USA und Kanada statt, und die Weltmeisterschaft 2026 ist für den Zeitraum vom 11. Juni bis 19. Juli geplant.
Die aktuellen Unruhen sollen nach Berichten über die Ermordung von Nemesio Oseguera Cervantes („El Mencho“) begonnen haben. Im Anschluss an diesen Vorfall kam es in mehreren Gebieten zu Straßenblockaden, Brandstiftungen und bewaffneten Auseinandersetzungen, was die Sicherheitsbedenken im Vorfeld der Weltmeisterschaft verstärkte.
Die Situation soll sich auch auf den Fußballbetrieb ausgewirkt haben: Berichten zufolge wurden einige Spiele verschoben.
Letztendlich wollen Kartelle laut Experten aus wirtschaftlichen Gründen möglicherweise einen reibungslosen Ablauf des Großturniers. Die weitere Entwicklung hängt jedoch von einem Faktor ab: Wie schnell kann das staatliche Sicherheitssystem die Spannungen unter Kontrolle bringen und eine Ausbreitung der Unruhen verhindern? Bis zur Weltmeisterschaft 2026 ist noch etwas Zeit, aber nach diesen Anzeichen ist klar, dass Sicherheitsfragen höchste Priorität haben.
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