In Thailand wird der Kaffee jetzt doppelt so wenig süß sein

Die thailändische Regierung verstärkt ihre Kampagne zur Senkung des Zuckerkonsums weiter, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Laut The Guardian haben sich im Februar neun große Caféketten des Landes bereit erklärt, die Süße ihrer Getränke mindestens um die Hälfte zu reduzieren.
Denn die Menschen in Thailand konsumieren im Durchschnitt 21 Teelöffel Zucker pro Tag. Das liegt deutlich über der von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Tagesmenge von 6 Teelöffeln. Der wichtigste “Schuldige” sind süße Getränke: vom eisgekühlten Thai-Tee über Milchtee mit Tapioka bis hin zu verschiedenen “Milk”-Getränken.
Es gibt eine Steuer, aber nicht überall
Seit 2017 führt Thailand schrittweise eine Zuckersteuer auf abgepackte Getränke ein. Die letzte Stufe wurde 2025 umgesetzt und richtete sich gezielt an das Segment der abgepackten Getränke.
Das Ergebnis ist sichtbar: Viele Hersteller änderten ihre Rezepturen und senkten den Zuckergehalt, um höheren Steuersätzen zu entgehen. Auf neue Getränke, die von Straßenverkäufern und in Cafés “vor Ort” zubereitet werden, wurde diese Steuer jedoch nicht angewendet. Fachleute betonen, dass gerade dieses Segment weiterhin eine wichtige Quelle für den Zuckerkonsum bleibt, es aber wesentlich schwieriger zu regulieren ist.
Was die neue Regel bringt
Die jüngste Initiative umfasst die größten Caféketten in Thailand. Einige Läden bieten den Kunden bereits die Möglichkeit, den Süßegrad zu wählen: 0 %, 25 %, 50 %, 75 % und 100 %.
Nach der neuen Regelung wird “100 % Süße” bei einigen Getränken im Vergleich zu früherem “100 %” um die Hälfte geringer sein. Das heißt: Selbst wenn auf der Karte 100 % steht, wird der Geschmack nicht mehr dieselbe “Zuckerbombe” sein.
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